Wasser ausgelaufen
Frankreich: Wieder radioaktiver Zwischenfall
Im südfranzösischen Romans-sur-Isère betreibt der Atomkonzern Areva die Brennstäbefabrik, bei der ein Leck in einem Leitungsrohr auftrat. Der Zwischenfall habe aber nach ersten Untersuchungen "keinen Einfluss auf die Umwelt, weil die Uranmengen sehr gering sind", heißt es von der französischen Atomenergieaufsicht ASN. Es gehe nur um einige hundert Gramm.
Areva habe die Atomaufsicht am Donnerstagabend über den Vorfall benachrichtigt, sagte die ASN-Sprecherin. Bei Bauarbeiten in der Anlage sei zuvor festgestellt worden, dass die Leitungsrohre "schadhaft" seien. Inspektoren der Behörde hätten darauf die Unfallstelle und die eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen untersucht. Laut der Areva handelt es sich um eine Leitung, die eine Fertigungsstätte mit einer Reinigungsanlage verbindet. "Die Rohrleitung, die versagt hat, wurde geschlossen", erklärte das Unternehmen Areva-Tochterunterbehmen FBFC, das die Fabrik betreint. Es schlug der Atomaufsicht vor, den Vorfall wie in Tricastin auf Stufe 1 der von 0 bis 7 reichenden Störfallskala einzuordnen.
Keine verseuchte Flüssigkeit ins Grundwasser gelangt
Die ASN-Sprecherin sagte, beide Vorfälle seien nicht vergleichbar, da in Romans anders als in Tricastin kein Uran in die Umwelt gelangt sei. "Der Grundwasserspiegel ist sehr weit weg, und der Boden ist wasserdicht versiegelt." In Tricastin waren Anfang vergangener Woche in dem Betrieb zur Reinigung verstrahlter Materialien sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit in die Umwelt gelangt. Für Beunruhigung bei den Anrainern sorgen weiter schwankende Messungen des Urangehalts im Grundwasser.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.