Giftige Dämpfe
128 Verletzte durch Panne in Bosch-Werk
Warum es beim üblichen Eintauchen der Metallteile in ein Tauchbad mit Korrosionsschutzmittel zu der Reaktion kam, war zunächst unklar. Fertigungs- und Umweltexperten überprüfen laut Bosch Proben des in der Produktion verwendeten Öls. Die in der betreffenden Werkshalle gefertigten Teile würden damit zum Rostschutz eingeölt.
Großeinsatz der Einsatzkräfte
Der Betriebsunfall hatte in der Früh einen Großeinsatz der Werksfeuerwehr ausgelöst. Diese räumte vorübergehend die Halle, nachdem immer mehr der 160 anwesenden Arbeiter über Übelkeit, Kopfschmerzen oder Augenbrennen klagten. Die Wanne mit dem Tauchbad wurde nach draußen gebracht und die Halle gelüftet.
Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt gefährdet
Laut Polizei bedeutete der Vorfall zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung außerhalb des Werks oder die Umwelt. Andere Teile des Bosch-Standorts mit insgesamt 8.000 Mitarbeitern seien ebenfalls nicht betroffen gewesen. Das Unternehmen fertigt in Bamberg Kraftfahrzeug-Komponenten, zum Beispiel Düsen für die Dieseleinspritztechnik. Von den insgesamt 128 Verletzten kamen 108 ins Krankenhaus, 13 sollen vorerst in stationärer Behandlung bleiben. 20 weitere Mitarbeiter wurden direkt auf dem Werksgelände von der dortigen Sanitätsstelle medizinisch versorgt.
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