Bombenalarm!

Gefährliche Fliegerbombe in Budapest entschärft

Ausland
17.07.2008 08:53
Kaum 24 Stunden nach dem Bombenfund in Berlin hat auch in der ungarischen Hauptstadt Budapest eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg für eine unruhige Nacht gesorgt. Rund 10.000 Bürger mussten wegen der gefährlichen Bombe amerikanischer Bauart evakuiert werden, ehe das bei Bauarbeiten gefundene Kriegsrelikt erfolgreich entschärft werden konnte, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Die Polizei sperrte die Gegend um die Tatrai Staße ab und kontrollierte die evakuierten Häuserblocks. Die Menschen verließen aber nur sehr zögerlich ihre Wohnungen mit Koffern und Taschen. Laut Information des Katastrophenschutzes wurden die evakuierten Menschen in Schulen untergebracht.

Verheerende Detonation möglich
Verteidigungsminister Imre Szekeres meinte, die "Entschärfung" der Bombe sei "keine ungefährliche Sache" für die Sprengstoffexperten gewesen. Laut Experten hätte ein Detonieren der Bombe die "ganze Gegend in Schutt und Asche gelegt".

Die Bombe amerikanischer Bauart vom Typ GP-1000 soll über zwei Zünder verfügt haben, einen Sofortzünder an der Bombenspitze und ein Langzeitzünder am Bombenende. Dabei hätte ihre Splitterwirkung bis zum einem Umkreis von einem Kilometer reichen können.

Schwierige Entschärfung
Die Bombe sei besonders gefährlich gewesen, da die Zünder beschädigt waren. Bei der Entschärfungsaktion waren vier Sprengstoffexperten und zehn Hilfskräfte im Einsatz. Laut Polizei konnten die evakuierten Einwohner noch in der Nacht zurück in ihre Wohnungen. Die Budapester Verkehrsbetriebe setzten Sonderbusse ein.

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