Flammenmeer
Neue Waldbrände in Griechenland ausgebrochen
Am Morgen waren die Flammen jedoch eingedämmt, alle Einwohner konnten in ihre Dörfer zurückkehren. Verletzt wurde niemand. "Es herrscht äußerste Brandgefahr. Wir sind kontinuierlich im Alarmzustand", sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Staatsfernsehen.
Mehr als 100 Brände bereits am Mittwoch
Am Vortag waren mehr als 100 Waldbrände in Mittelgriechenland und auf zwei Inseln ausgebrochen, die die Feuerwehr unter massivem Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern löschen konnte. Im Sommer 2007 waren in Griechenland bei verheerenden Waldbränden mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Eine Fläche doppelt so groß wie Berlin wurde vollständig zerstört. Tausende Tiere verendeten.
Wie die Feuerwehr im Staatsfernsehen am Mittwochmorgen mitteilte, sei die Lage unter Kontrolle. "Wir hatten in den letzten 24 Stunden 102 Brände. Die Lage ist unter Kontrolle. Die Gefahr ist aber sehr groß, weil überall starke Winde wehen", sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Ein Munitionslager in der Nähe der Brände blieb außerhalb der Reichweite der Flammen. Das Verteidigungsministerium betonte, dass die Munition unterirdisch gelagert werde und deshalb keine Gefahr bestanden habe.
Feuerwehr: "Überall liegen mögliche Zünder"
Das Feuer im Westen Athens hatte sich nach ersten Erkenntnissen von einem Lager von Gebrauchtwarenhändlern nahe Aspropyrgos ausgebreitet. Die Händler hätten Kabel verbrannt, um Kupfer für den Verkauf zu gewinnen. Die Region um Aspropyrgos gilt als riesige Mülldeponie. Kleinindustrien, Manufakturen und Lagerhallen sind dort in den vergangenen Jahrzehnten ohne jede Planung errichtet worden. "Überall hier liegen Scherben, Papier, Verpackungen und andere Gegenstände herum, die bei einem Feuer wie Zünder wirken", sagte ein Feuerwehrmann im Rundfunk.
Kampf gegen Wespennest als Auslöser
Am Donnerstag ist ein Soldat unter dem Verdacht festgenommen worden, im Kampf gegen stechende Plagegeister versehentlich einen großen Waldbrand nördlich von Athen ausgelöst zu haben. Nach ersten Ermittlungen habe der 27-jährige Reservist ein Wespennest in einer Kontrollanlage für Öl-Pipelines in Brand gesetzt, erklärte die Feuerwehr.
Zwar habe der Soldat rasch die Feuerwehr alarmiert und auch selbst gegen die Flammen gekämpft, doch habe der Brand rasch auf nahestehende Bäume übergegriffen und sich in einem Waldgebiet nahe der Stadt Panakton nordwestlich von Athen ausgebreitet. 280 Hektar Wald und Ackerland gingen in Flammen auf. Zeitweise drohte das Feuer auf eine Munitionsfabrik und ein Kloster überzugreifen.
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