Dauerwahlkampf

Kärntner Parteien “vorsichtig optimistisch”

Kärnten
13.07.2008 16:24
Die Kärntner Parteien sind für die zahlreichen Wahlgänge der kommenden Monate "vorsichtig optimistisch". Dass es in den eigenen Reihen Motivationsprobleme geben könnte, wird in den Parteizentralen reihum abgestritten. Angst herrscht vor der Verweigerung der Wähler.

Die Nationalratswahl im September ist im südlichsten Bundesland nur der Auftakt. Im Frühjahr, voraussichtlich im März, stehen Landtagswahlen an. Dazu kommen Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen.  Bei denen gibt es dann in vielen Gemeinden auch noch eine Stichwahl zwei Wochen später. Europa- und Arbeiterkammerwahlen runden die Zahl der Urnengänge ab, zu denen die Kärntnerinnen und Kärntner gerufen werden.

Den "Frust der Bevölkerung bekömpfen"
Nach dem überraschenden Rücktritt von Gaby Schaunig will Neo-SPÖ-Chef Reinhart Rohr vor allem "den Frust der Bevölkerung" bekämpfen, der dazu führen könnte, dass die Wähler scharenweise daheimbleiben. "Sicher sind es viele Wahlgänge, aber in einer Demokratie darf man sich nicht über Wahlen beschweren, sondern muss froh sein, dass man die Wahl hat." Die Nationalratswahl komme zwar schon sehr bald, doch werde man es schaffen, die Funktionäre zu motivieren. Und bei den Gemeinderatswahlen stelle sich diese Frage nicht. "Da rennen sehr viele ja auch um ihr eigenes Mandat." Die gleichzeitig oder zeitnahe stattfindende Landtagswahl werde den Wahlkampf betreffend daher auch nicht das große Problem sein.

"Alle automatisch mit Begeisterung dabei"
BZÖ-Wahlkampfleiter Stefan Petzner will ebenfalls keine Motivationsprobleme sehen. Vor allem nicht bei der Landtagswahl: "Wenn Jörg Haider zur Wahl steht, sind alle automatisch mit Begeisterung dabei." Organisatorisch sei die Serie von Urnengänge allerdings durchaus problematisch, "aber das Problem haben ja alle". Im September wollen die Kärntner Orangen vor allem eines: Ein Grundmandat in Kärnten erringen, das dem BZÖ den Wiedereinzug in den Nationalrat sichert. Ob Peter Westenthaler als Frontmann antritt, ist noch nicht entschieden. "Wenn er es machen will, werden wir ihn nach Kräften unterstützen", betont Petzner.

"Bevölkerung betrachtet Dauerwahlkampf distanziert"
Keine Bedenken, die Landespartei für die anstehenden Wahlgänge motivieren zu können, hat die ÖVP. "Wir sind ein junges, dynamisches Team, ich habe keine Angst, dass uns die Puste ausgeht", erklärte Landesparteisekretär Archill Rumpold. Die Kärntner Bevölkerung allerdings würde "ein Jahr Dauerwahlkampf sehr distanziert betrachten". Ein ÖVP-Vorstoß, die Nationalrats- mit den Landtagswahlen im südlichsten Bundesland Österreichs zusammenzulegen, scheiterte am Veto von SPÖ und BZÖ.

"Wir wahlkämpfen gerne"
Lieber gemeinsam gewählt hätten auch die Grünen. Landessprecher Rolf Holub meinte, das wäre gescheiter und vor allem viel billiger gewesen. "Aber es ist halt wie es ist, und wir werden das Beste daraus machen." Bei der Nationalratswahl verlässt sich das eher kleine Kärntner Team auf Unterstützung der Bundesgrünen. Auf die Landtagswahlen freut sich Holub bereits: "Wir wahlkämpfen gerne, und wir sind ja auch noch nicht so lange im Landtag, dass wir schon müde wären."

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
13.07.2008 16:24
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung