Fast überschlagen

Autobus mit Kindern und Jugendlichen verunglückt

Kärnten
06.07.2008 10:44
Die junge Kunstreitergruppe "Voltis" vom Weißensee wollte Samstagfrüh mit Betreuern und Angehörigen zu einem Turnier ins Lavanttal fahren. Bei der Auffahrt auf die Autobahn in Spittal stieß ihr Bus mit einem deutschen Pkw zusammen. Der Bus stürzte über eine steile Böschung. 17 Kinder und fünf Erwachsene wurden dabei verletzt.

Seit drei Jahren gibts die Voltigiergruppe "Weißensee Voltis". Samstag wollten die jungen "Turner hoch zu Ross" zum Voltigiertreffen im "Pferde- und Reiterparadies Gratzi" in St. Paul im Lavanttal fahren. Doch aus der Teilnahme an diesem Turnier, für das alle so fleißig trainiert hatten, wurde nichts.

Sturz über Zehn-Meter-Böschung
Bei der Auffahrt auf die Autobahn bei Spittal-Ost kam es zu einem Zusammenstoß ihres Busses, besetzt mit sieben Erwachsenen und 31 Kindern, mit einem deutschen Pkw. Ein Polizist: "Der Reisebus ist auf der Beschleunigungsspur gefahren, der Pkw auf der ersten Spur." Der Bus stieß gegen die Leitschiene, stürzte über eine zehn Meter tiefe, steile Böschung.

"Es hat einen Tuscher gemacht"
Trainerin Elisabeth Röbl (40) - ihr Mann und Co-Trainer Robert (41) sind mit den Turnierpferden "Sally" und "Fiona" voraus ins Lavanttal gefahren - war im Bus: "Es hat einen Tuscher gemacht und schon sind wir unten gelegen. Zum Glück war dort ein Baum, der den Bus aufgehalten hat, sonst wären wir noch tiefer abgestürzt und hätten uns überschlagen."

Keine schweren Verletzungen
Ein Großaufgebot an Rettungskräften war wenig später vor Ort: das Rote Kreuz mit 30 Sanitätern, fünf Notärzten, fünf Mitarbeitern des Kriseninterventionsteams, elf Rettungsautos und dem Hubschrauber "RK 1". Einsatzleiter Peter Kampl: "Die Verletzungen stellten sich zum Glück als nicht so schwer heraus." Die meisten Insassen hatten Prellungen und Schnittwunden durch Glassplitter erlitten. 17 Kinder mussten in die Krankenhäuser nach Spittal, Villach und Klagenfurt gebracht werden.

Ein Jahr altes Baby an Bord
Elisabeth Röbl: "Alle haben etwas abbekommen, ich hab ein Schleudertrauma, mein 13-jähriger Sohn Thomas wurde im Gesicht genäht." Eine fünffache Mutter - zwei ihrer Kinder reiten bei der Gruppe - war noch mit ihrem ein Monate alten Baby und der zweijährigen Tochter im Bus. Ihre Kleinen wurden nur leicht verletzt. 
Viele Schutzengel
Den zwölfjährigen Christoph Aichholzer flog "RK 1" ins LKH Villach: Gesichtsverletzungen und Verdacht auf Wirbelbrüche. Doch bald kam die Entwarnung: Christoph hatte "nur" einen Glassplitter im Auge, die Wirbelsäule ist heil geblieben. Petra Müller, die Schriftführerin der "Voltis": "Da sind viele Schutzengel mitgefahren!"

Der deutsche Pkw-Lenker (30), dessen Frau und deren einjährige Tochter blieben unverletzt.

Von Martin Radinger/Kärntnerkrone

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