Brandursache

Zigarette löste Feuer im Asylantenheim aus

Kärnten
13.06.2008 16:38
Der Brand in einem Klagenfurter Asylwerberheim, der Donnerstag früh ein Todesopfer gefordert hat, dürfte durch eine glimmende Zigarette ausgelöst worden sein. Brandstiftung sei jedenfalls auszuschließen, erklärte der Leiter der Kriminalabteilung des Landeskriminalamtes Kärnten, Hermann Klammer, am Freitag.

Ein Todesopfer, drei Schwer- und 17 Leichtverletzte, das ist die Bilanz des Feuers in dem Heim im Stadtteil Fischl. Der Tote ist ein 42 Jahre alter Mann aus Ghana, auch die meisten Verletzten stammen aus Schwarzafrika. Der Ghanese war in Panik aus einem Fenster gesprungen und hatte dabei schwerste Kopfverletzungen erlitten, denen er wenig später im Krankenhaus erlag. Zum Zeitpunkt des Brandalarms hatten sich 49 Aslywerber in dem Haus befunden.

Kein Fremdverschulden
Die kriminalpolizeiliche Untersuchung ergab laut Klammer, dass "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Fremdverschulden vorliegt". Bei den Untersuchungen wurden auch Hunde eingesetzt, die Brandbeschleuniger wittern können. "Sie haben nicht angeschlagen", so Klammer.

Es wurden allerdings Zigarettenstummel im Müll gefunden, obwohl im Gebäude kein Müll gelagert werden durfte. Einer dieser Stummel dürfte das Feuer verursacht haben.

 

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