29.05.2008 10:58 |

Abrüstungsinitiative

Einigung auf Verbot von Streubomben

Auf der internationalen Konferenz zum Verbot von Streubomben in Dublin haben sich die Teilnehmer auf ein Verbot dieser Waffen geeinigt. Die 109 Länder verständigten sich am Mittwochabend auf eine Vereinbarung, mit der sämtliche Streubomben verboten werden, sagte eine Sprecherin des irischen Außenministeriums.

Zuvor hatte der britische Premierminister Gordon Brown bereits einseitig den Verzicht auf Streubomben angekündigt: Großbritannien werde die umstrittene Waffe aus seinen Arsenalen entfernen, sagte Brown am Mittwoch in London. Er wolle damit beitragen, die Blockade in den Bemühungen um ein internationales Verbot von Streubomben zu überwinden. Er hoffe, andere Staaten würden dem britischen Beispiel folgen - was dann auch geschah.

Produzenten fielen durch Abwesenheit auf
Die Staaten, die die Sprengsätze vor allem herstellen oder verwenden - die USA, Russland, China, Israel, Indien und Pakistan - sind an den Beratungen in Irland allerdings nicht beteiligt. Mehrere Länder werben damit, modernere und "schlauere" Streubomben zu entwickeln, die ihre Ziele präziser treffen und sich selbst zerstören, wenn sie nicht wie vorgesehen explodieren.

Die Cluster Munition Coalition (CMC), ein internationales Anti-Streubomben-Bündnis mehrere Nichtregierungsorganisationen begrüßte den Text der Vereinbarung. Es sei zu hoffen, dass davon eine ähnlich starke Wirkung ausgehen werde wie vom Ottawa-Abkommen zum Verbot von Landminen, sagte Simon Conway vom CMC.

Viele Opfer sind Kinder
Streubomben verteilen riesige Mengen kleiner Sprengkörper, sogenannte Bombletten, über große Flächen. Allerdings explodieren meist zehn bis 40 Prozent der Sprengsätze nicht sofort und stellen danach eine tödliche Gefahr dar, vergleichbar mit Landminen. Bei der kleinsten Berührung können sie explodieren. Opfer sind häufig auch Kinder, die sich wegen deren Form und Farbe für die Sprengsätze interessieren.

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