Unterschlupf

Bin Laden hält sich beim K2 versteckt

Ausland
27.05.2008 11:40
Terrorchef Osama bin Laden soll sich einem Fernsehbericht zufolge im Norden Pakistans im Bereich des 8.611 Meter hohen Berges K2, auch Lambha Pahar genannt, versteckt halten. Die US-Geheimdienste würden ihn dort vermuten und eine umfangreiche Operation vorbereiten, um ihn zu fangen, berichtete der Satellitensender "Al-Arabiya".

Die geplante US-Militäraktion würde demnach im Norden der pakistanischen Stammesgebiete durchgeführt werden, wo afghanische Taliban und Al-Kaida-Kämpfer Unterschlupf finden. Wie der in Dubai ansässige Sender weiter meldete, hätten sich in den vergangenen Tagen amerikanische Sicherheitsverantwortliche und US-Militärvertreter in Doha im Emirat Katar getroffen, um die Jagd nach bin Laden zu erörtern.

An dem Treffen nahmen angeblich auch die US-Botschafterin in Islamabad, Anne Peterson, und Irak-Kommandant David Petraeus teil. Der US-Geheimdienst CIA soll den Al-Kaida-Führer in Pakistan an der Grenze zur gebirgigen afghanischen Provinz Nuristan ausfindig gemacht haben. Das Gebiet, das die USA den Angaben zufolge im Auge haben, grenzt im Norden an China. Petraeus hatte vor kurzem vor dem US-Senat erklärt, bin Laden bereite im pakistanisches Stammesgebiet einen neuen Anschlag im Ausmaß des 11. September vor.

"Ehrlicher Widerstandskampf gegen Besatzung"
Das Terrornetzwerk Al-Kaida kann unterdessen in der islamischen Welt weiterhin auf Unterstützung zählen. Die afghanischen Taliban sowie die pakistanischen Stämme hatten noch unlängst über den arabischen Sender "Al-Jazeera" die Anwesenheit Bin-Ladens in ihren Gebieten abgestritten. Und der Chef der offiziell verbotenen, aber einflussreichen ägyptischen Muslim-Brüder, Mohammed Mahdi Akef, erklärte kürzlich im populären arabischen Internetportal "Elaph", Bin Laden sei ein "Mujahid (Gotteskrieger), der einen ehrlichen Widerstandskampf gegen die ausländische Besatzung" führe, "um "Allah näherzukommen".

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