Auf Grund gefahren
Britische Marineschüler versenkten Atom-U-Boot
Die damals praktizierte Übung ist unter dem Namen "Dampfkochtopf" bekannt und sollte eine realistische Situation simulieren. Pauspapier und Post-it-Zettel überdeckten dabei die Seekarten, zugleich war das Satelliten-Navigationssystem abgeschaltet. "Die Seekarte wurde immer unordentlicher und beim Einschätzen der eigenen Position wurden Anfängerfehler gemacht", heißt es in Bericht, der vom "Daily Telegraph" und der "Times" zitiert wurde. So sei zum Beispiel auch die Driftgeschwindigkeit durch die Strömung falsch berechnet worden.
90 Sekunden vor dem Aufprall soll einer der Anwesenden im Kommandoraum gesagt haben: "Wir müssen den Kurs ändern. Das ist zu gefährlich." Doch kurz darauf bohrte sich das Schiff schon in den Meeresboden - mit einer Geschwindigkeit von rund 26 Stundenkilometern. Durch den Aufprall seien viele Menschen an Bord aus dem Gleichgewicht gekommen und gestürzt, dabei gab es drei kleinere Verletzungen. Die "Times" berichtete, Kommandant Robert Fancy habe das Boot nach dem Unfall sofort auftauchen lassen, um den Rumpf und den Atomreaktor überprüfen zu lassen. Denen war nichts geschehen, dennoch waren aufwändige Reparaturen notwendig.
Die "HMS Trafalgar" ist eines von sieben U-Booten der Trafalgar-Klasse in der britischen Royal Navy. Die mehr als 5.000 Tonnen schweren Schiffe sind rund 85 Meter lang, haben 130 Mann Besatzung an Bord und sind mit Torpedos und Marschflugkörpern bewaffnet. Derartige U-Boote sollten nur für Übungen eingesetzt werden, wenn die Navigationssicherheit unfehlbar sei, fasst der Bericht zusammen.
Symbolbild
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