Bombe in Exeter
Explosion war möglicherweise ein Anschlag
Bei dem mutmaßlichen Anschlag in einem Restaurant hatte der 22-Jährige eine Nagelbombe bei sich, wie die britische Nachrichtenagentur Press Association (PA) unter Berufung auf Polizeikreise berichtete. Reilly zog sich bei der Detonation Augenverletzungen und Verbrennungen im Gesicht zu. Er soll laut Polizei psychisch krank sein. Weitere Verletzte gab es nicht.
Nach Polizeiangaben wurden in der Nähe des Restaurants noch zwei weitere Sprengsätze gefunden. Die Bombe, die Reilly bei sich trug und die nur teilweise explodierte, bestand laut PA aus Natriumhydroxid, Kerosin, Alufolie und Nägeln. Der 22-Jährige werde verdächtigt, mit regional einschlägig bekannten Extremisten in Kontakt zu stehen. Den Angaben zufolge soll der Verdächtige vor der Tat eine SMS erhalten haben, deren Inhalt auf einen Selbstmordanschlag hindeute.
Mutmaßlicher Attentäter zum Islam konvertiert
Im Zusammenhang mit der Tat wurde am Freitagnachmittag im benachbarten Plymouth ein Mann festgenommen. Außerdem durchsuchte die Polizei die Wohnung, in der Reilly mit seiner Mutter lebte. Eine offizielle Anklage gegen ihn gab es zunächst jedoch nicht.
Ein Nachbar bestätigte, dass Reilly vor Jahren den Namen Mohammad Rasheed angenommen habe. Einmal sei er in der Wohnung des eher verschlossenen jungen Mannes gewesen und habe auf dessen Computer-Bildschirmschoner ein Foto der nach den Anschlägen vom September 2001 brennenden Türme des World Trade Centers in New York gesehen.
Nach der Bombenexplosion am Donnerstag war das Stadtzentrum von Exeter teilweise evakuiert worden. Die rund 15 Gäste des Restaurants blieben unverletzt. Sprengstoffexperten und Spürhunde untersuchten den Explosionsort. In Großbritannien herrscht seit den Londoner Selbstmordanschlägen mit 56 Toten im Jahr 2005 erhöhte Alarmbereitschaft. Zuletzt war Mitte April ein 19-Jähriger im westenglischen Bristol wegen Terrorverdachts festgenommen worden.
Symbolbild
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