Sechs Tote in Folge
Mordserie an Polizisten schockiert Mexiko
Die Attentate bedeuten einen Rückschlag für Präsident Felipe Calderon, der den Kampf gegen die gut ausgerüsteten Drogenkartelle und den florierenden Schmuggel von Kokain, Marihuana und Amphetamine in die benachbarte USA aufgenommen hat.
Die Angreifer eröffneten das Feuer auf Román, als er aus seinem Pritschenwagen ausstieg. "Er kam von einem Treffen mit Familienmitgliedern und Freunden zurück und war in seinem Dienstwagen unterwegs, aber die bezahlten Killer haben auf ihn gewartet", sagte ein Polizeisprecher. Örtlichen Medien zufolge war die Leiche mit etwa 50 Kugeln durchsiebt.
Todesliste an Polizeidenkmal hinterlassen
Románs Name stand ganz oben auf einer Todesliste, die Drogenhändler im Jänner an einem Polizeidenkmal in Ciudad Juarez hinterlassen hatten. Am Donnerstag war Edgar Millán, ein Führungsmitglied der Bundespolizei, vor seinem Haus getötet worden, vermutlich von Attentätern, die vom Drogenkartell im nordwestlichen Bundesstaat Sinaloa angeheuert worden waren. Wenige Stunden später wurde ein Sohn des Chefs des Sinaloa-Kartells von einer rivalisierenden Bande erschossen. Medien zufolge waren an dem Angriff 40 Bewaffnete beteiligt. Die Polizei stellte 500 Geschoßhülsen sicher.
1.100 Tote seit Jahresanfang
Seit Anfang des Jahres sind dem Drogenkrieg rund 1.100 Menschen zum Opfer gefallen. Calderon hat 25.000 Soldaten und Bundespolizisten für den Kampf gegen die Drogenbanden abgestellt. Er forderte seine Landsleute am Freitag auf, sich die Straßen von den Drogenhändlern und Bewaffneten zurückzuerobern. "Wir müssen uns diesem Bösen gemeinsam stellen", sagte Calderon. "Wir Mexikaner müssen eindeutig und kategorisch erklären: Es ist genug!"
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