Ein Jahr Präsident
Sarkozy sagt Feiern ab, weil er so unbeliebt ist
Sarkozy liegt nach einem Jahr Amtszeit in den Umfragen so schlecht wie kein anderer Präsident der V. Republik. Zwei Drittel der Wähler erklären sich in Umfragen unzufrieden mit seiner Politik. Besonders angekreidet werden ihm der Verlust der Kaufkraft und die Verschlechterung der Wirtschaftslage, obwohl die Notwendigkeit von Reformen überwiegend akzeptiert wird.
"Präsident der Reichen"
Sozialistenchef François Hollande warf Sarkozy vor, der Präsident der Reichen zu sein und seine Wahlversprechen zu brechen. Die UMP verteilte dagegen vier Millionen Flugblätter, um ein Jahr Reformpolitik und "gehaltener Wahlversprechen" zu bewerben.
Der "Hyperpräsident" Sarkozy hat "55 Reformen" versprochen, um Frankreich ins 21. Jahrhundert zu führen, und davon die meisten bereits auf den Weg gebracht. In seinem ersten Amtsjahr unternahm er nach Zählung der Zeitung "Le Parisien" 88 Dienstreisen, davon 38 ins Ausland. 50 Mal empfing er Staats- und Regierungschefs. Zwölfmal kam er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen - ein Rekordwert.
Begeisterung weicht der Ablehnung
Seine Mediendominanz und Allgegenwart führte bei den Wählern nach anfänglicher Begeisterung aber zur Ermüdung, die nach seiner Scheidung und schnellen Wiederheirat in Ablehnung umschlug.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.