Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
29.09.2016 - 22:31
Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt
Foto: AP

Kontroverse um getöteten Soldaten: Trump legt nach

01.08.2016, 17:55

US- Präsidentschaftskandidat Donald Trump legt im Konflikt um seine Attacken auf die Familie eines gefallenen US- Soldaten nach. "Herr Khan, der mich nicht kennt, hat mich von der Bühne des demokratischen Parteitags gehässig angegriffen und macht das jetzt auf allen TV- Sendern - nett!", empörte sich Trump am Montag. "Es geht bei dieser Geschichte nicht um Herrn Khan, sondern um den radikalen islamischen Terrorismus und die USA. Denkt nach!", schrieb Trump in einem Twitter- Eintrag.

Khizr Khan hatte am demokratischen Nominierungsparteitag heftige Kritik an Trump und dessen Vorschlag geübt, Muslimen die Einreise in die USA zu verweigern. Dabei verwies er auf seinen Sohn Humayun, der im Jahr 2004 als US- Soldat im Irakkrieg gefallen sei. Im Gegensatz zu ihm habe Trump "nichts und niemanden geopfert", betonte Khan.

Trump reagierte, dass er "viele Opfer" gebracht und Zehntausende Jobs geschaffen habe. Außerdem äußerte er sich abfällig über Khans Ehefrau Ghazala, die während der Rede neben ihrem Mann auf der Bühne gestanden war. "Vielleicht war es ihr nicht erlaubt, etwas zu sagen", meinte der Republikaner. Ghazala schrieb daraufhin in einem Beitrag für die "New York Times", sie habe aus Schmerz ob des Verlustes ihres Sohnes nicht sprechen können. "Donald Trump hat gesagt, er hat eine Menge Opfer gebracht. Er weiß nicht, was das Wort Opfer bedeutet", richtete sie dem Immobilienmagnaten aus.

Immer wieder persönliche Untergriffe von Trump

Trump hat im Wahlkampf schon mit mehreren persönlichen Untergriffen für Empörung gesorgt, unter anderem auf einen behinderten Journalisten, eine TV- Journalistin oder einen mexikanischstämmigen Richter. Sein Angriff auf die Familie eines im Kriegseinsatz gefallenen Soldaten gilt als Tabubruch, mit dem er insbesondere republikanische Kernwähler vor den Kopf stößt.

Entsprechend scharf fielen auch die Zurechtweisungen aus den Reihen der Republikaner aus. "Inakzeptabel" sei eine unzureichende Beschreibung dafür, was Trump geliefert habe, empörte sich der rechte Südstaaten- Senator Lindsay Graham. Dass man Eltern gefallener Soldaten nicht kritisiert, "selbst wenn sie dich kritisieren", gehöre zu jenen Dingen, "die einmal geheiligt waren in der amerikanischen Politik", unterstrich Graham. Sein Senatskollege Kelly Ayotte zeigte sich "entsetzt", dass Trump "sich erfrecht, seine Opfer mit jenen einer "Gold Star family" (Familie eines gefallenen Soldaten, Anm.) zu vergleichen".

Auch Mike Pence wegen Trump in der Bredouille

Die verbalen Ausfälle bringen auch Trumps Vizekandidaten Mike Pence in die Bredouille. Der republikanische Gouverneur von Indiana hatte im bisherigen Wahlkampf nämlich immer wieder darauf verwiesen, dass sein Sohn ein Marinesoldat ist. Erst mit einem Tag Verzögerung äußerte er sich nun, indem er Khans gefallenen Sohn "als amerikanischen Helden" bezeichnete, dessen Familie von allen Amerikanern "in Ehren gehalten" werden solle.

01.08.2016, 17:55
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum