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25.06.2017 - 20:56
Thomas Letsch (re.) war überrascht, dass er für Christoph Freund und Co. kein Thema war.
Foto: Andreas Tröster

"Mit mir hat es kein Gespräch gegeben"

19.06.2017, 07:23

Thomas Letsch kehrt Red Bull Salzburg bzw. Liefering den Rücken, er wechselt nach Deutschland in die zweite Liga zu Erzgebirge Aue. Warum er enttäuscht ist und dennoch ohne Groll seine zweite Heimat verlässt, in der die Familie zurückbleibt.

Das ging schnell! Am Donnerstag bestätigte Double- Gewinner Salzburg einen "Krone"- Bericht und gab Marco Rose als Trainer- Nachfolger von Oscar bekannt. Am Samstagabend war der logische Favorit auf den Posten, Thomas Letsch, bei den Bullen Geschichte. Der 48- Jährige löste sein Arbeitsverhältnis mit den Mozartstädtern auf, wechselte von Liefering zum deutschen Zweitligisten Erzgebirge Aue. Dort will der 48- Jährige nach seiner Ausbootung in Salzburg neu durchstarten. Kurios war die Art und Weise, wie Letsch die Entscheidung mitgeteilt wurde. Er befand sich auf Urlaub, als er vom bevorstehenden Abschied Oscars erfuhr. Kurzerhand rief er in Salzburg an und fragte bei Sportdirektor Christoph Freund nach. "So wurde ich dann informiert, dass Marco Rose der neue Cheftrainer wird. Mit mir gab’s nie ein Gespräch."

Dabei wussten die handelnden Personen exakt darüber Bescheid, dass Letsch höhere Ambitionen hatte, als er sein Arbeitspapier mit den Bullen im Winter vorzeitig bis 2020 verlängerte. "Aufgrund der Gespräche in der Vergangenheit hätte ich erwartet, ein Kandidat zu sein. Natürlich war ich enttäuscht", macht der Deutsche keinen Hehl aus seinen Gefühlen. Der Abschied vom FC Liefering, mit dem er in der abgelaufenen Erste Liga- Saison Vizemeister wurde, fiel ihm daher nicht mehr besonders schwer. "Nach dieser Trainerentscheidung war natürlich klar, dass in Salzburg Schluss für mich ist. Ich bin ehrgeizig, habe andere Ziele, als ewig Liefering zu trainieren."Zickler leitet TrainingLetsch betont zugleich, nicht im Groll zu gehen.

"Hatte tolle Jahre hier"

"Ich hatte fünf tolle Jahre hier, wurde Meister mit der U16, zweimal mit der U18, war Sportlicher Leiter der Akademie. Ich kann stolz sein, habe eine Duftmarke in Österreich gesetzt." Ab sofort schlägt er seine Zelte aber in Aue auf, während seine Familie in Salzburg bleibt. "Wir wollen unsere Tochter nicht aus der Schule reißen", begründet Letsch. Noch unklar ist seine Nachfolge in Liefering. Das Training beim Saisonauftakt am Dienstag leiten Alexander Zickler und Janusz Gora.

Christoph Nister, Kronen Zeitung

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