"Markus v. Kühlborn & Partner" etwa versuchen sich als die "guten Ritter" in der bösen Gewinnspielwelt zu verkaufen. Mit folgendem Schmäh: Den arglosen Empfängern wird per Brief mitgeteilt, dass ihnen als Geschädigte, die einen von anderen Firmen versprochenen Gewinn nicht erhalten haben, jetzt rund 1.000 Euro ausbezahlt werden. Dazu gibt’s auch noch ein Navigationsgerät – "aus Lagerbestandsauflösungen" der betroffenen Firmen.
Wer Geld und Navi erhalten will, muss "nur" auf eine kleine Bustour mitkommen. Und zwar nach Maribor in Slowenien, wie auch einem 89- jährigen bettlägerigen Steirer mitgeteilt wurde. Sein Schwiegersohn findet das einfach geschmacklos, und er richtete folgende Bitte an die Ombudsfrau: "Bitte warnen Sie davor, damit diese Gauner keine Chance haben!" Und genau das tut Ihre Ombudsfrau hiermit sehr gerne.
Einer, der mit harten Bandagen, sprich Klagen, gegen die "pfiffigen Geschäftsleute" kämpft, ist der Wiener Rechtsanwalt Gerold Beneder. Schon mehrfach war er bei Gericht erfolgreich und hat versprochene Geldgewinne eingeklagt. Zuletzt für Leser Walter P. aus Niederösterreich, der wie so viele andere angeblich an einem vermeintlichen Gewinnspiel teilgenommen hat. Die Rätsel- Gewinnzentrale Rene Spiller hat die versprochenen 7.500 Euro freilich nicht herausgerückt. Das Gericht in Stockerau hatte allerdings kein Verständnis für diesen Unfug. Das eindeutige Urteil: Die Firma muss den Gewinn blechen. Die Chance, das Geld zu erhalten, steht nicht schlecht. Wenn die Firma nicht schon längst die nächste Postfachadresse in Betrieb genommen hat.