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05.12.2016 - 23:17
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER, Martin A. Jöchl

Ab 2017 4000 Euro für neue Elektro- Autos

23.11.2016, 12:42

Die Anschaffung eines Elektro- Autos oder eines Pkws mit Brennstoffzelle wird ab dem kommenden Jahr mit 4000 Euro pro Fahrzeug gefördert. Für Plug- in- Hybride gibt es 1500 Euro, Elektro- Fahrräder und E- Mopeds bekommen 375 Euro Zuschuss. Unterstützt wird weiters die Errichtung von privater Ladeinfrastruktur mit 200 Euro pro Box. Öffentlich zugängliche Stationen erhalten bis zu 10.000 Euro pro Stück.

Ab April 2017 gibt es für E- Autos dann Nummerntafeln mit grünen Schriftzügen, die mit einigen Vorteilen verbunden sein sollen, die aber auf kommunaler Ebene noch geklärt werden müssen. Angedacht ist Gratisparken, die Nutzung der Busspur und die Erweiterung von Lieferzonen und -zeiten. Nichts ändern wird sich an den Tempolimits, wenn diese etwa aus Luftschutzgründen verhängt wurden. Auch für Betriebe, Gemeinden und Vereine soll es spezielle Förderungen geben. Beantragt werden können die Unterstützungen ab März, Stichtag der Gültigkeit ist bereits der 1. Jänner 2017.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried (links) und Umweltminister Andrä Rupprechter (Mitte)
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

"Das Zeitalter der E- Autos ist angebrochen"

"Wir steigen mit einem 72- Millionen- Euro- Förderpaket ein", gab Verkehrsminister Jörg Leichtfried am Mittwoch bekannt. Umweltminister Andrä Rupprechter rechnete neben ihm stehend um: "Das ist eigentlich eine Milliarde Schilling." Das Geld kommt zu je einem Drittel vom Verkehrs- und Umweltministerium sowie von den Automobilimporteuren und wird bis Ende 2018 vergeben. "Das Zeitalter der E- Autos ist angebrochen", erklärte Leichtfried überzeugt.

Das Motto hatten schon die Vorgänger von Rupprechter und Leichtfried ausgegeben, von den anvisierten 200.000 E- Autos bis 2020 sind die tatsächlichen Zulassungszahlen allerdings Lichtjahre entfernt. Derzeit befinden sich rund 8600 Elektro- Autos im Bestand, heuer sollen 4500 zugelassen werden. Zum Vergleich: Insgesamt werden jährlich rund 320.000 Pkws neu zugelassen.

Der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, mit den beiden Ministern
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Bisher wenig positive Erfahrungen aus Deutschland

Dass in Deutschland das Förderprogramm für E- Mobilität bisher auf geringe Gegenliebe gestoßen ist, beunruhigt die beiden Minister nicht. In Österreich würden nicht nur die Elektro- Fahrzeuge unterstützt, sondern auch die Ladeinfrastruktur. Diese fördert allerdings auch Deutschland - bis zum Jahr 2020 sollen 15.000 Stationen unterstützt werden.

Die E- Auto- Förderung ist auch umstritten. "Wir glauben, dass es für Elektro- Auto- Kaufprämien einfach zu früh ist, um damit wirklich einen Boom auszulösen. Dieses Steuergeld könnte man zur Förderung der Elektromobilität besser einsetzen", so ÖAMTC- Chef Bernhard Wiesinger. Der VCÖ wiederum kritisiert, dass auch Hybridfahrzeuge - also Autos, die zusätzlich zum alternativen Antrieb noch mit fossilen Treibstoffen betrieben werden - ebenfalls eine Förderung erhalten. "Laut einer umfassenden Studie sind die tatsächlichen CO2- Emissionen von Plug- in- Hybrid Pkws fast dreimal so hoch wie die Herstellerangaben versprechen", so der VCÖ.

Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

23.11.2016, 12:42
AG/red
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