Die Forscher in Heidelberg hatten zusammen mit Astronomen der Universität Köln den Sternenhaufen im gigantischen Nebel NGC 3603 im Abstand von zehn Jahren analysiert. Von 234 der 800 beobachteten Sterne konnten die Astronomen eine ausreichend genaue Geschwindigkeit messen.
In älteren Kugelsternhaufen bewegen sich kleinere Sterne schneller und größere Sterne langsamer. Ein solches Gleichgewicht habe sich aber in dem beobachteten Haufen noch nicht eingestellt, schreibt das Max-Planck-Institut. Vielmehr - so vermuten die Forscher - dürften die Sterngeschwindigkeiten dort maßgeblich von den Entstehungsbedingungen des Haufens vor rund einer Million Jahren geprägt sein.
"Unsere Messungen liefern Schlüsselinformationen für diejenigen Astronomen, die verstehen wollen, wie solche Sternhaufen entstehen und wie sie sich weiterentwickeln", sagte Andrea Stolte von der Universität Köln. Es sei noch offen, ob sich der Sternhaufen in NGC 3603 zu einem Kugelsternhaufen entwickelt.
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