Roboterschiff

Wiener “Geisterboot” für Walforschung

Wien
19.06.2009 17:42
Wie ein "Geisterschiff" wird ein in Österreich entwickeltes Roboter-Boot ab 2010 im Pazifik für die Walforschung eingesetzt werden. Das "Roboat" kann ohne menschliches Zutun wochenlang unter Segel unterwegs sein. Es muss nur das Ziel eingegeben werden, den Weg sucht sich das Boot selbst durch die Wellen.
Vorher möchte das Forschungsteam aus Brigittenau im Juli noch bei der Weltmeisterschaft im Roboter-Segeln in Portugal teilnehmen. Es werden unbemannte Segelboote aus zehn Ländern ganz ohne menschliche Unterstützung um den Sieg kämpfen.

Projektleiter Roland Stelzer, der mit seinem "ASV-Roboat" schon 2008 in Breitenbrunn auf dem Neusiedler See Weltmeister wurde, hat das Geisterschiff noch verbessert. 

Segel ausprobiert
Diese Woche wurden im Segelzentrum Nord auf der Neuen Donau in Floridsdorf die vom mehrfachen Olympiateilnehmer Christian Binder neu entwickelten Segel ausprobiert. Zwei Motorboote des SCAMS-Segelklubs waren im Einsatz, falls das Geisterschiff nicht den Befehlen der "Zauberlehrlinge" gehorchen sollte. Durch die Optimierungen konnte der Stromverbrauch des solarbetriebenen 3,75 Meter langen Schiffes um 90 Prozent reduziert werden.

von Erich Schönauer, Kronen Zeitung

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