Bombendrohung
Verdächtiges Paket gesprengt
Das spanische Innenministerium hatte die Bombendrohung von Anfang an als "im Prinzip nicht glaubwürdig" eingestuft. Als Vorsichtsmaßnahme seien jedoch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, hieß es. Ein Unbekannter hatte in einem Anruf bei der baskischen Zeitung "Gara" mit der Explosion auf dem Flughafen der Mittelmeerinsel gedroht. Die Behörden riefen daraufhin die Reisenden zum Verlassen des Terminals auf und untersagten für mehrere Stunden alle Starts und Landungen.
Zahlreiche Urlauber-Jets wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Etwa 3.000 Touristen warteten außerhalb des Flughafengeländes, bis der Alarm aufgehoben wurde. Auf dem Flughafen herrschte zur Zeit der Räumung auf Grund des Ferienbeginns in mehreren Ländern Hochbetrieb. Für Samstag waren 307 Starts und Landungen erwartet worden. Über 40.000 Passagiere sollten abgefertigt werden.
Die Bombendrohung löste in Spanien erhebliche Aufregung aus, weil die baskische Untergrundorganisation ETA kürzlich ihre Waffenruhe nach 14 Monaten aufgekündigt und mit neuen Terroranschlägen gedroht hatte. Flughäfen hat die ETA in der Vergangenheit schon häufiger angegriffen. Zuletzt wurden im Dezember 2006 bei der Explosion einer Autobombe an Madrider Flughafen zwei Menschen getötet. Der Kampf der ETA für ein unabhängiges Baskenland hat seit 1968 mehr als 800 Menschen das Leben gekostet.







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