"Unmoralisch"
Pakistan: Islamistinnen stürmen Bordell
Die Frauen hatten das Bordell am Dienstagabend gestürmt und die Chefin zur "Umerziehung" in die Madrasas verschleppt. Die beiden Koranschulen - Jamia Faridia für Männer mit 4.500 Schülern und Jamia Hafsa für Frauen mit 6.500 Schülerinnen - liegen im Herzen Islamabads.
Nach eineinhalb Tagen Geiselhaft sagte eine der Frauen am Donnerstag stellvertretend für ihre Mitgefangenen vor Reportern, sie bereue ihre "moralischen Verbrechen". Nach ihrer Freilassung beklagte sie, sie sei in der Koranschule, wohin sie verschleppt worden war, gefesselt und mit Stöcken geschlagen worden. "Wenn der Islam Menschen erlaubt, eine Frau zu fesseln und sie wie einen Hund herumzuziehen, werde ich zum Christentum konvertieren."
Am Mittwochabend hatten sich zahlreiche gewaltbereite Gläubige mit Stöcken vor der Koranschule versammelt (Bild), um die Polizei an der Befreiung der Frauen zu hindern. Prostitution ist in der Islamischen Republik Pakistan verboten. Der Leiter der Koranschule, ein radikaler Prediger und Bin-Laden-Anhänger, drohte mit weiteren Aktionen seiner radikalen Schülerinnen gegen Musikmärkte und Internet-Cafes.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.