Am Montagabend hatten Unbekannte zwei Brandsätze auf das Gelände der russischen Botschaft geworfen, wobei ein geparktes Auto in Brand geriet.
Zwischen Russland und der früheren Sowjetrepublik Weißrussland hatte es in den vergangenen Monaten wegen eines Streits um Gaslieferungen wiederholt Spannungen gegeben. Auf dem Höhepunkt des Konflikts drosselte Moskau die Gaslieferungen an Minsk, worauf Lukaschenko den Transit in Richtung Westen einschränkte. Im russischen Fernsehen liefen zudem Sendungen über Lukaschenko, in denen der weißrussische Präsident als Psychopath dargestellt wird.
Indes hat der autoritär regierende Lukaschenko aus Liebe zu seinem jüngsten Sohn sein offizielles Geburtsdatum geändert. Er habe jetzt ebenso wie der sechsjährige Nikolai am 31. August und nicht mehr wie bisher bekannt am 30. August Geburtstag, beschloss der Staatschef. Die überraschten Bürger der Ex- Sowjetrepublik erfuhren von der Änderung aus den Nachrichten.
Zuletzt hatte sich der von Kritikern und Regimegegnern als "letzter Diktator Europas" geschmähte Präsident in der Öffentlichkeit verstärkt mit seinem außerehelichen Kind gezeigt. Der Bub sitze auch bei politischen Gesprächen auf seinen Knien, so Lukaschenko.