Zu viel Alkohol?
Kim Jong Il leidet unter chronischer Entzündung
Alle paar Tage müsse der Partei- und Armeechef eine Pause einlegen und ruhen, hieß es unter Berufung auf nicht näher genannte "ranghohe Informanten". Die Krankheit des 67-Jährigen habe sich im vergangenen Monat weiter verschlechtert. Von dem Schlaganfall und einer Nierenerkrankung im vergangenen Jahr habe er sich aber weitgehend erholt.
Kim Jong Il, der 1994 seinen Vater, den Staatsgründer Kim Il Sung, nach dessen Tod beerbt hatte, hat nach Berichten aus Südkorea den jüngsten seiner drei Söhne, den 27-jährigen Kim Jong Un, zum Nachfolger designiert. Der Diktator ist Generalsekretär der kommunistischen Partei der Arbeit und Vorsitzender der Nationalen Verteidigungskommission - und damit Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Das Amt des Staatspräsidenten der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik bekleidet er formal nicht; es ist seinem verstorbenem Vater, dem "ewigen Präsidenten", vorbehalten.
Obama schreibt Kim Brief
Unterdessen forderte US-Präsident Barack Obama Kim Jong Il in einem persönlichen Brief dazu auf, zu den Verhandlungen über die atomare Abrüstung zurückzukehren. Das verlautete aus diplomatischen Kreisen in Washington. Der Brief sei in der vergangenen Woche vom US-Gesandten Stephen Bosworth überbracht worden.
Der ranghohe US-Diplomat wollte keine Details über den Inhalt des Briefes nennen. "Die Nordkoreaner haben die Wahl: fortgesetzte und weitere Isolation oder Nutzen von der Rückkehr zu den Sechs-Parteien-Gesprächen und dem Abbau ihres Atomwaffenprogramms", sagte er. Ihm sei nicht bekannt, ob Kim auf Obamas Brief geantwortet habe.
Bosworth hatte zu seinem dreitägigen Aufenthalt in Pjöngjang gesagt, die nordkoreanische Regierung habe der Notwendigkeit zur Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche - neben Nord- und Südkorea nehmen China, Japan, Russland und die USA daran teil - zugestimmt. Eine feste Zusage sei aber nicht erfolgt. Nordkorea verlange für die Wiederaufnahme der Gespräche die Aufhebung der Sanktionen, hieß es weiter. Der UNO-Sicherheitsrat hatte nach dem zweiten nordkoreanischen Atomwaffentest im Juni die Sanktionen gegen Pjöngjang verschärft.







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