Kaninchenhasser

Dorf in Neuseeland macht Jagd auf Osterhasen

Ausland
30.03.2007 11:14
Um Neuseeland sollte der Osterhase tunlichst einen großen Bogen machen. Die zur Gattung der Hasen gehörenden Kaninchen gelten dort als Plage, weil sie den Bauern das Gras für Schafe und Rinderherden wegfressen. Extra zum Osterfest organisiert die Gemeinde Alexandra auf der Südinsel seit 15 Jahren eigens eine Jagd auf die Langohren. „Das ist ein Spaß für die Jäger und ein wertvoller Dienst für unsere Bauern“, freut sich der Organisator Dave Ramsay.

Von Karfreitag an dürfen fast 400 Schützen 24 Stunden lang auf jedes Kaninchen schießen, das ihnen vor die Flinte hoppelt. Sie sind in Teams von jeweils zwölf Mann in einem Umkreis von 100 Kilometern unterwegs. Bei der Osterjagd im vergangenen Jahr waren 21.000 Tiere getötet worden. Ramsay erwartet eine ähnliche Ausbeute in diesem Jahr.

„Uns sind sie tot lieber“
Kaninchen waren von den britischen Siedlern nach Neuseeland gebracht worden, die sich mit der Jagd die Zeit vertreiben und dabei Heimatgefühle entwickeln wollten. „Die sehen zwar niedlich aus, aber uns sind sie tot lieber“, sagte ein Bauer.

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