100 Millionen Dollar

Bayerns Polizei findet Maya-Kunst in Lagerhalle

Ausland
30.04.2008 14:57
Das Bayerische Landeskriminalamt hat in München Maya- und Azteken- Kunstwerke im Wert von mehr als 100 Millionen Dollar, rund 64 Millionen Euro, sichergestellt. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" seien in einer Lagerhalle 1.100 vermisste Museumsstücke, darunter Skulpturen, Masken und Schmuckstücke, entdeckt worden. Mehrere südamerikanische Länder hätten bereits Rechtsansprüche angemeldet.

Ein Kunstsammler aus Costa Rica behauptet nach Angaben der Zeitung, er sei der rechtmäßige Besitzer. Das Landeskriminalamt habe die Kunstwerke im Auftrag von Interpol aufgespürt. Die Staatsanwaltschaft München habe die Beschlagnahme der Kunstgegenstände bis zur Klärung der Sachlage angeordnet, berichtete das Blatt weiter.

In einem ähnlichen Fall ermittelt die deutsche Polizei seit Ende der 90er Jahre wegen gestohlener Kirchenkunst aus Zypern, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde die Maya-Sammlung heimlich aus Spanien nach Deutschland gebracht. Wem die Kunstwerke gehören, ist bisher nicht geklärt.

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