In ihrem Zorn kennen die Bräute kein Pardon, unter anderem bewerfen sie ihre drei Freier - einen Ingenieur, einen Arzt und einen Piloten - mit ziegelroten Pumps und Besenstielen. Die Angegriffenen fordern dabei immer wieder eine Mitgift in unterschiedlicher Höhe, angefangen bei 1,5 Millionen Rupien (etwa 22.000 Euro). Für jeden Treffer wird Geld in einen virtuellen "Anti-Mitgift-Fonds" eingezahlt. Das Online-Spiel kann via Facebook gespielt werden und hat bereits mehr als 270.000 Anhänger gefunden.
Wie das Unternehmen erklärte, sei die Ehe eine Institution der Liebe und nicht der Mitgift. Zwar ist das Prinzip der Mitgift in Indien seit 1961 offiziell verboten, doch die jahrhundertealte Tradition ist nach wie vor verbreitet. Frauen, deren Angehörige keine angemessene Brautsteuer zahlen, werden gefoltert oder ermordet. Statistiken zufolge mussten allein im Jahr 2010 mehr als 8.000 Frauen wegen der Mitgift sterben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.