Bisher lagen nur mittels Computersimulation errechnete Belastungswerte vor. Diese wurden nun durch den Realitäts- Check bestätigt. Dazu wurde am Klöppel ein Beschleunigungssensor angebracht. Dieser maß die Geschwindigkeit des Schlegels, mit der dieser die Glocke traf. Außerdem wurden auf der Pummerin Dehnmessstreifen angebracht, welche die Spannung im Inneren beim Läuten maßen.
Zudem wurde während der Probe - diese erfolgte viermal - die elektronische Läutemaschine feinjustiert, um einen idealen Ton zu erzeugen: "Die Glocke soll gleichmäßig und kräftig läuten", erklärte Grassmayr. Der Klang der Pummerin habe sich durch den Austausch kaum verändert: Ohrenzeugen zufolge sei dieser "nun noch weicher und tieftöniger", berichtete der Tiroler. Pro Minute wird die Glocke vom Klöppel 32 Mal angeschlagen.
Bereits am Vormittag war der neue Klöppel in der Pummerin montiert worden. Dieser ist mit 613 Kilogramm um mehr als 200 Kilogramm leichter als das Vorgängermodell. Dadurch soll die Lebensdauer der Glocke erheblich gesteigert werden. Der alte Klöppel musste ausgetauscht werden, da er das gusseiserne Schwergewicht zu stark beansprucht hatte.