Bahnhof Bad Hall

Millionen-Deal unter Freunden geplatzt!

Oberösterreich
28.02.2007 19:48
Vor 15 Jahren fuhr der letzte Zug. Seit fünf Jahren laufen Verkaufsgespräche um den Bad Haller Geisterbahnhof, den BZÖ-ÖBB-Direktor Gilbert Trattner nun dem BZÖ-EADS-Werber Gernot Rumpold verscherbeln wollte. Doch die schwarze Lagerhausgenossenschaft will den orangen Millionen-Deal platzen lassen.

BZÖ-ÖBB-Minister Hubert Gorbach hat die ÖBB-Bodensee-Schifffahrt seinem neuen Dienstgeber verkauft und offenbar auch die Weichen gestellt, dass der ÖBB-Heimatbahnhof der BZÖ-Chefin Ursula Haubner einem Parteifreund zufällt: Der SorexPro-Projektentwicklungs-GmbH, von der 34 Prozent jenem Rumpold gehören, den versickerte EADS-Millionen derzeit im Eurofighter-Ausschuss ins Trudeln bringen. 

„Die haben geglaubt, sie können diese 27.000 Quadratmeter zum Schätzpreis von 1,15 Millionen Euro politisch hinüberspielen“, will Direktor Klaus Stöckler von der Lagerhausgenossenschaft Urfahr-Umgebung die orange Seilschaft nun überbieten: „Wir legen noch einiges drauf, weil wir diesen wunderschönen Platz unbedingt für ein Einkaufszentrum haben wollen.“ Montag liegt sein Kuvert beim Notar, nächsten Donnerstag fällt die Entscheidung, wer beim Bahnhof zum Zug kommt. 

„Mir ist wurscht wer“, sagt die Haller BZÖ-Gemeinderätin Uschi Haubner, „wenn nur dieser Schandfleck verschwindet“. Jörg Haiders Schwester hat beantragt, auf der alten Gleistrasse einen neuen Radweg zu bauen. Ein Lokführer hatte sechs Jahre versucht, die 5-Kilometer-Strecke nach Rohr zu neuem Leben zu erwecken – der frühere FPÖ-Minister Michael Schmid hatte ihn dabei unterstützt. Vergeblich.

Foto: Chris Koller

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