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Sonden weisen auf Mond Wassermoleküle nach

24.09.2009, 12:04
Sonden weisen auf Mond Wassermoleküle nach
Mit der Entdeckung feiner Wasserfilme auf dem Mond ist jetzt eine lange verbreitete Theorie über unseren Erdtrabanten widerlegt worden. Mittels dreier verschiedenen Sonden wurden auf der Oberfläche des Mondes deutlich größere Wasservorkommen nachgewiesen als bisher vermutet. Das geht aus gleich drei Studien hervor, die im US- Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlicht wurden.

Eine der Studie wertete die Ergebnisse eines Messgeräts der US- Raumfahrtbehörde NASA mit dem Namen "Moon Mineralogy Mapper" (M3) aus, das vergangenes Jahr von Indiens erstem Satelliten Chandrayyan- 1 in eine Umlaufbahn des Mondes gebracht worden war. M3 analysierte die Reflexion des Sonnenlichts auf dem Mond, deren Wellenlänge sich je nach Material unterscheidet. Dabei sei eine chemische Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff festgestellt worden, schrieben die Autoren der Studie. Aus diesen beiden Elementen, genauer gesagt aus einem Sauerstoff- und zwei Wasserstoffatomen, setzt sich Wasser zusammen.

These über Wasser- freien Mond widerlegt

M3 habe nur die oberen Schichten des Mondes analysiert, führte Larry Taylor von der University of Tennessee aus. Bisher war die Wissenschaft davon ausgegangen, dass es möglicherweise in den dauerhaft dunklen Kratern an den Polen des Mondes Wasser in Form von Eis gebe, die übrigen Bereiche des Himmelskörpers aber vollständig wasserfrei seien. Diese Theorie ist nun widerlegt. Zu klären bleibt nun, woher die Wasserstoffatome kommen. Die Autoren der Studie vermuten, dass sie von Sonnenwinden auf den Mond geweht wurden. Sie gehen nun davon aus, dass jede Tonne der Mondoberfläche zu einem Viertel aus Wasser besteht.

Erste Hinweise bereits vor zehn Jahren

Weitere Beweise für Wasservorkommen auf dem Mond lieferte eine Sonde an Bord der US- Raumfähre "Cassini", die vor zehn Jahren auf ihrem Flug zum Saturn am Mond vorbeigeflogen war. Auch die US- Sonde Deep Impact, die 2005 Mondstaub analysierte, lieferte Hinweise. Schon die Gesteinsproben, die die Astronauten der Apollo- Mission nach der ersten bemannten Reise zum Mond vor 40 Jahren mitgebracht hatten, hatten Spuren von Wasser enthalten. Da aber die meisten Proben nicht in dichten Behältnissen aufbewahrt worden waren, hatten die Forscher die gefundenen Wassermoleküle auf die Luftfeuchtigkeit auf der Erde zurückgeführt.

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