"Prüfen Strafe"

Iran: Steinigung Ashtianis vorerst erneut gestoppt

Ausland
08.09.2010 16:42
Im Iran ist die Steinigung von Sakineh Mohammadi-Ashtiani vorerst erneut gestoppt worden. Die Strafe der wegen Ehebruchs verurteilten Frau werde von den Behörden geprüft, ließ das Außenministerium am Mittwoch wissen. Der Fall hatte der Islamischen Republik internationale Kritik eingebracht und die Beziehungen zum Westen weiter belastet.

Zuvor hatte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums von "falschen Informationen" gesprochen, aufgrund derer der Fall im Ausland kritisiert worden war. "Einige westliche Regierungsvertreter, darunter die Außenminister Frankreichs und Italiens, haben sich von sich aus eingeschaltet, aber leider auf Grundlage falscher Informationen", sagte Ramin Mehmanparast am Dienstag. 

Er wies erneut darauf hin, dass die 43-jährige Sakineh Mohammadi-Ashtiani nicht nur wegen Ehebruchs, sondern auch wegen Mordes an ihrem Ehemann angeklagt sei und dass beide Vorwürfe noch untersucht würden. Sollte sie wegen der Beteiligung an der Ermordung verurteilt werden, droht ihr der Tod durch den Strang.

Hass-Kampagne gegen Bruni-Sarkozy
Für die Iranerin hatte sich auch die Frau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Carla Bruni, eingesetzt. Sie wurde daraufhin von einer iranischen Zeitung als Prostituierte und "Hure" geschmäht, die den Tod verdient habe.

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