Für Staatsmillionen

General Motors hat Opel-Patente verpfändet

Ausland
06.03.2009 09:25
Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) ist nicht mehr im Besitz der Opel-Patente. GM habe die Patente als Sicherheiten an das US-Finanzministerium abgegeben, im Gegenzug habe das Unternehmen staatliche Hilfen in Millionenhöhe erhalten. Das gehe aus dem von Opel vorgelegten Rettungskonzept hervor, hieß es aus deutschen Regierungskreisen.

Die Opel-Belegschaft strebe unterdessen zusammen mit den Opel-Händlern eine Beteiligung am Unternehmen an. "Die Belegschaft ist ein wesentlicher Träger des Unternehmens und hat ein großes Interesse daran, dass es Opel gut geht", sagte der Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werkes Rainer Einenkel. Deswegen sei die Beteiligung der Belegschaft am Unternehmen eine wichtige Forderung, über die man diskutieren müsse.

Positive Signale von GM
"Es geht darum, Kontrolle über das zu bekommen, was man produziert", sagte Einenkel. Vom Mutterkonzern GM gebe es positive Signale, dass eine solche Beteiligung Realität werden könne. Voraussetzung für eine Beteiligung von Beschäftigten und Händlern sei, dass Opel vom Mutterkonzern abgenabelt werde und GM nur noch eine Minderheitsbeteiligung habe, sagte Thomas Bieling, Sprecher des Verbandes der Opel-Händler.

Verzicht auf Gewinn vorstellbar
Für die Händler sei ein teilweiser Verzicht auf Gewinnmargen vorstellbar, der dann kapitalisiert, also "zu Geld gemacht", werden könne. Über einen Zeitraum von zwei Jahren könnten so 400 Millionen Euro zusammenkommen, mit denen man sich bei Opel einkaufen könnte. Die Belegschaft wiederum könne einen Verzicht auf Gehaltsbestandteile kapitalisieren. Bieling betonte, dass es sich bei diesem Vorschlag bisher nur um eine "Grundidee" handle, die noch genau durchdacht werden müsse.

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