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Bier-Engpass für Wochen nach Beben in Neuseeland

07.09.2010, 08:50
Bier-Engpass für Wochen nach Beben in Neuseeland
Das Feierabend- Bier für die Einsatzkräfte und hart arbeitenden Aufräum- Helfer in Neuseeland wird problematisch. Das schwere Erdbeben auf dem Inselstaat hat die Bierlieferungen einer der größten Brauereien des Landes lahmgelegt. Die Lion Nathan Brauerei teilte am Dienstag mit, ein Lagerhaus in der Stadt Christchurch sei durch das Beben am Samstag stark beschädigt, der gesamte Vorrat an Bier, Wein und Spirituosen zerstört worden. Nach wie vor plagen Nachbeben die Gegend um Christchurch.

Lion Nathan versorgt praktisch die gesamte Südinsel Neuseelands mit Bier und braut lokal internationale Marken wie Becks, Guinness und Kilkenny für beide Großinseln des Staates. Es könnte "mehrere Wochen" dauern, bis die Getränke wieder problemlos ausgeliefert werden könnten, sagte eine Sprecherin des Unternehmens.

Zunächst werde es nur eine Notversorgung über ein Lager in Auckland geben. Das Brauereigebäude selbst, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Herzen von Christchurch steht, sei durch das Beben der Stärke 7,0 aber kaum beschädigt worden.

Mehr als ein Dutzend Nachbeben

Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland hatten am Dienstag erneut heftige Nachbeben die Stadt Christchurch erschüttert. Das neuseeländische Überwachungszentrum GeoNet meldete mehr als ein Dutzend Nachbeben, von denen zwei eine Stärke von 5,4 auf der Richter- Skala erreichten.

Bürgermeister Bob Parker sagte, die Nachbeben beschädigten bereits instabil gewordene Gebäude in der 340.000- Einwohner- Stadt weiter. Die Behörden mussten 70 Menschen umquartieren, die nach dem Hauptbeben in einer nun als nicht mehr sicher geltenden Schule untergebracht worden waren. Verletzt wurde aber niemand.

Notstand noch bis Mittwoch

Christchurch und Umgebung waren am Samstag von einem Beben der Stärke 7,0 erschüttert worden. Mehrere Gebäude stürzten ein. Es wurden Menschen verletzt, Todesopfer waren aber nicht zu beklagen. Es war das schwerste Beben in Neuseeland seit 80 Jahren.

Weite Teile des Zentrums von Christchurch wurden zunächst gesperrt, weil herabstürzendes Mauerwerk und Glasscherben die Menschen gefährdeten. Einzelne Straßenzüge wurden am Dienstag zum ersten Mal wieder freigegeben. Der in Christchurch verhängte Notstand soll aber noch bis Mittwochmittag gelten.

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