Jannach vermutet hinter dem Anschlag auf die FPÖ- Zentrale "linke Demonstranten", die sich im Vorfeld des eigentlich abgesagten Ulrichsbergtreffens am Sonntag in Klagenfurt aufhalten und "antifaschistische Aktionstage" veranstalten. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und dem Ulrichsbergtreffen gibt.
Tatsächlich gab es am Freitagabend eine kleine Kundgebung mit Beteilung der Jugendorganisation der Kärntner Grünen in Klagenfurt. Diese wiesen am Samstag alle Vorwürfe, etwas mit dem Anschlag zu tun zu haben, zurück: „Gewaltfreiheit ist einer der grünen Grundsätze."
FPÖ- Landeschef Jannach bließ ins selbe Horn: "Gewalt ist keine Lösung." In einer Demokratie müssten andere Wege gefunden werden, seine Meinung zu äußern.
Nichtsdestotrotz kam es bereits im Vorfeld des Anschlags auf die FPÖ- Zentrale zu einigen Unruhen: Ein Demonstrant wurde am Freitagabend in Klagenfurt vorübergehend festgenommen, die Gedenkstätte am Ulrichsberg von Aktionisten mit rosaroten Luftballons behängt.
Unruhen vor Ulrichsbergtermin
Das Ulrichsbergtreffen am Sonntag gilt zwar als abgesagt, dennoch ist die Polizei in Alarmbereitschaft. Da Gegner des Kriegsheimkehrer- Treffens ihren Erfolg feiern dürften, mobilisieren sich im Internet rechtsextreme Gruppen und fordern auf, die Kritiker zu „disziplinieren“.
Zudem veranstaltet die Kärntner FP trotz Widerständen (Parkverbot beim „Kollerwirt“, Anm.) - eine Wanderung mit Kranzniederlegung.
„Da die Teilnehmer in Pörtschach am Berg parken müssen, befürchten wir, dass Gegner diese Veranstaltung behindern werden“, so ein Ermittler.
Für heftige Aufregung unter den Ulrichsberg- Gegnern sorgt wiederum eine „Neonazihomepage“, die trotz der Absage kräftig zum Treffen mobilisiert. „Wir werden weiter verhindern, dass sich eine Eigendynamik entwickelt“, so Helmut Mayer vom Landesamt für Verfassungschutz: „Wir haben alle notwendigen Maßnahmen getroffen und sind für alle Fälle gewappnet.“
von Hannes Wallner ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at
Symbolbild