"Wir haben 2005 eine Kanone des Kalibers 8,34 beantragt. Die wurde vom Ministerium genehmigt, war aber nicht verfügbar, also hat
man uns eine des Kalibers 10,5 geliefert", erklärt Vereinspräsident und Bundesheer- Oberst Andreas Scherer die Anzeige. "Ich habe in meinen Funktionen auch NATO- Geheimakten gelesen. Dafür war ich zuverlässlich genug, jetzt soll ich das aber nicht mehr sein."
Der "Verein zur Erhaltung der Sperranlagen der Sperrkompanie Wurzen" soll nun das geliehene Kriegsmaterial, das sind 160 Tonnen, zurückgeben und den Transport zahlen: gut 270.000 €. Das wäre Scherers Ruin. "Ich habe ein Bittschreiben an den Minister geschickt", so Scherer. Antwort gab es bisher freilich keine, hatte Scherer doch Kritik an Darabos’ Neuordnungen geübt. Und auf bunkermuseum.at findet sich ein Link zum Fanclub des von Darabos abgesetzten Generalstabchefs Entacher.
Scherer hat beim Verwaltungsgerichtshof Einspruch gegen den "Unrechtsakt" erhoben und will "den Spuk stoppen": "Es ist ein einzigartiges Museum, das das Unterrichtsministerium als wertvoll bezeichnet hat. Ich hoffe, die Vernunft siegt." 22.500 Besucher hat das Bunkermuseum am Wurzen seit 2005 angelockt. Am 8. Mai soll die Saison starten. Doch das Ministerium fordert die Leihgaben zurück.
von Christina Kogler, Kärntner Krone