Für manche überraschend: 36 Prozent der Online- Spieler sind verheiratet. 349 dieser Paare mit mindestens einem Fan von Online- Games - zu 84 Prozent Männer - haben die Wissenschaftler der Brigham Young University in Provo im US- Bundesstaat Utah befragt.
Das eindeutige Ergebnis: 75 Prozent aller Ehefrauen von Online- Spielern gaben an, sie würden sich wünschen, ihr Mann würde weniger Energie darauf verwenden, den Spielecharakter hochzuleveln, und stattdessen mehr in die Ehe zu investieren. Insbesondere Hardcore- Spielefans würden es sich mit ihrer Frau verscherzen, stellten die Forscher fest. Es gehe dabei weniger um die reine Spielzeit, als eher um den daraus entstehenden Streit und wenn dadurch die Schlafenszeiten durcheinandergebracht würden. Die Paare würden weniger Zeit miteinander verbringen und nicht oft genug über ernste Themen sprechen.
Wer nicht bereit ist, auf seine Dosis Online- Spiel zu verzichten, für den haben die Wissenschaftler einen Tipp: 76 Prozent der Paare mit zwei Gamern gaben an, das Spielen habe einen positiven Einfluss auf ihre Beziehung. Das funktioniere allerdings nur, wenn die Ehe an sich gesund sei - häufiger Streit werde auch beim gemeinsamen Spiel fortgeführt, so die Forscher.
Mit der Untersuchung sei bewiesen, dass Spiele einen großen Einfluss auf die Zufriedenheit in der Ehe haben, zeigte sich Studienautor Neil Lundberg überzeugt. Das Problem könne möglicherweise sogar noch größer sein als dargelegt. Schließlich hätten zahlreiche Hardcore- Gamer die Teilnahme verweigert.