Sa, 21. April 2018

Sicher Skifahren

19.01.2018 06:00

Pistenspaß ohne Knochenbruch

Wedeln Sie verletzungsfrei durch die Skisaison, indem Sie Ihren Körper jetzt auf die ungewohnte Bewegung hintrimmen. Außerdem Tipps, was zu tun ist, wenn wirklich einmal ein Unfall passiert.

Wer im kommenden Skiurlaub keinen gebrochenen Knöchel riskieren will, sollte sich jetzt vorbereiten! "Wichtiger als alle zu kaufenden Protektoren ist nämlich körperliche Fitness", bringt es OA Dr. Mark Schurz, Unfallchirurg und Sporttraumatologe aus Wien, auf den Punkt. "Nur ein Knochen, den man regelmäßig benutzt, festigt seine Struktur, wodurch er widerstandsfähiger wird. Hierfür präsentiert sich jede Art der Kreislaufaktivierung als sinnvoll, etwa eine Kombination aus Ausdauersport wie Laufen und Radfahren sowie Krafttraining."

90 Prozent der "Schneehasen" rüsten ihren Körper allerdings nicht für den Sport am Berg. Am effektivsten ist es, etwa vier Wochen vor dem Winterurlaub damit zu beginnen, aber jede Sporteinheit vor dem Pistenvergnügen zählt natürlich. "Ich empfehle zwei bis dreimal 45 bis 60 Minuten pro Woche. Das Risiko für einen Bruch sinkt dann rapide, weil das Gleichgewicht besser gehalten und Stürze gezielter abgefangen werden können. Und sollte man sich doch verletzen, stehen Trainierte schneller wieder auf den Beinen", so OA Dr. Schurz. Der Experte empfiehlt, auf kalziumreiche Kost zu achten, die den Knochenaufbau zusätzlich unterstützt. Er schlägt vor, den persönlichen Vitamin-D-Spiegel überprüfen zu lassen. Dieser ist für einen gesunden Skelettstoffwechsel ebenfalls von großer Bedeutung.

Es muss nicht immer gleich operiert werden
Studien belegen, dass vor allem 14- bis 25-jährige und 45- bis 50-jährige Männer von den Verletzungen betroffen sind. Bei den Jüngeren stellt oft Alkoholkonsum, bei den Älteren ungenügende körperliche Fitness mit einen Grund für den fatalen Sturz dar. Ist das Malheur doch passiert, sollte die verletzte Stelle möglichst ruhiggestellt, hoch gelagert und kühl gehalten werden. Nach einer Röntgendiagnose werden oft Schiene oder Gips ,verpasst’. "Wichtig zu wissen: Die meisten Knochenbrüche, die einer operativen Korrektur bedürfen, müssen nicht akut am selben Tag ,unters Messer’", so Dr. Schurz. "Ein Rücktransport ins Heimatkrankenhaus stellt vielfach kein Problem dar. Das ist oft ratsam, da die Behandlung am besten aus einer Hand erfolgt."

Wer aus dem Skiurlaub bereits mit Gips heimkommt, sollte zuvor unbedingt ein Nachbehandlungsprotokoll verlangen, in dem z. B. angeführt wird, welche physiotherapeutischen Maßnahmen notwendig sind, wann wieder Sport gemacht werden darf etc. Apropos: Sofort nach einem Eingriff oder mit Gipsfuß sollte der restliche Körper aktiviert werden, um die Durchblutung des gebrochenen Knochens zu aktivieren. OA Dr. Schurz: "Sie dürfen dabei aber nicht schwitzen, sonst schwillt das Gewebe im Verband an, Training mit leichten Hanteln ist dennoch möglich."

Dr. Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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