Sa, 18. November 2017

Abschied von „Atlas“

09.06.2017 11:03

Google verkauft Boston Dynamics nach Japan

Der Kauf von Boston Dynamics durch Google hatte vor dreieinhalb Jahren für Diskussionen gesorgt - unter anderem weil die Firma auch Roboter im Auftrag des US-Militärs entwickelte. Jetzt trennt sich Google von dem Unternehmen, dessen Entwicklungen in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt hatten. Käufer ist der japanische Technologiekonzern Softbank, der damit seine Roboter-Kompetenz stärkt.

Google hatte sein ambitioniertes Roboter-Programm vor einigen Jahren gestartet und dafür eine Reihe von Unternehmen zusammengekauft. Die treibende Kraft war Andy Rubin, federführender Entwickler und langjähriger Chef des Mobil-Betriebssystems Android, der im Roboter-Projekt eine neue große Aufgabe fand. Im Herbst 2014 verließ Rubin aber Google und wurde Internet-Investor. Seitdem wurden auch keine Fortschritte zu dem Roboterprogramm des Internetkonzerns mehr bekannt.

Erste Berichte, wonach Google Boston Dynamics wieder loswerden will, gab es bereits im Frühjahr 2016. Die Google-Dachgesellschaft Alphabet habe entschieden, dass von Boston Dynamics in den nächsten Jahren keine vermarktbaren Produkte zu erwarten seien, schrieb der Finanzdienst Bloomberg damals. Als mögliche Käufer wurden Toyota und Amazon gehandelt. Dass nun Softbank den Zuschlag erhielt, überrascht nicht: Dem japanischen Technologiekonzern gehört bereits unter anderem die Entwicklerfirma des humanoiden Roboters "Pepper", der im Service eingesetzt wird.

Boston Dynamics hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Videos für Aufsehen gesorgt, die den Fortschritt der Roboter demonstrierten. So zeigte das Unternehmen zuletzt mit "Atlas" etwa ein Modell, das auch auf Schnee im Wald laufen konnte sowie Türen aufmachen und von allein aufstehen, nachdem es von einem Menschen umgeschubst wurde. Außerdem konnte der Roboter Kisten vom Boden aufheben und in Regale stellen. Der vierbeinige Laufroboter "BigDog" war dagegen als eine Art mechanischer Packesel fürs Schlachtfeld gedacht.

 krone.at
Redaktion
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