Do, 19. Oktober 2017

Bald kommt der T6

20.03.2015 13:50

Die ersten Infos zum neuen VW-Bus

Wie der neue VW-Transporter aussieht, verrät der Hersteller noch nicht, dafür aber was drin ist. Dabei kommt einem einiges bekannt vor.

Der erste VW Transporter wurde 1950 produziert, entwickelte sich schnell zum Alleskönner - vom Lastenträger bis zum Weltreisemobil - und seitdem läuft er, und läuft, und läuft. Pünktlich zum 65. Produktionsjubiläum erhält nun die aktuelle fünfte Generation ein umfassendes Facelift. Ende Juni kommt sie unter der Bezeichnung T6 in den Handel.

Die überarbeite äußere Hülle wird zwar erst Mitte April präsentiert, man kann aber davon ausgehen, dass – anders als bei einem komplett neuem Modell – keine großen optischen Veränderungen am Blech vorgenommen werden. Die 2014 vorgestellte, seriennahe Studie Tristar zeigt es bereits. Hier ein paar geschärfte Kanten sowie Veränderungen bei den Scheinwerfern – die auch in LED-Ausführung erhältlich sein werden – und da kleine Korrekturen am Heck. Fertig.

Wie schon beim gerade aufgefrischten Caddy wurde an Plattform und Radstand nichts geändert. Der T6 tritt zudem unverändert in den Karosserievarianten Kasten, Kombi, Pritsche, Fahrgestelle sowie Caravelle und in der Pkw-Version Multivan an.

Viel Neues bei den Motoren
Die VW-Ingenieure haben die Motoren überarbeitet. Alle Aggregate erfüllen nun die Abgasnorm Euro 6. Zudem wurden sie hinsichtlich ihres Verbrauchs optimiert. Start-Stopp gehört nun zum Serienumfang. Durchschnittlich sind sie im Vergleich zum T5 um bis zu 15 Prozent sparsamer geworden. Die Leistungsspanne der angebotenen Triebwerke reicht von 84 PS bis zu 204 PS. Die Leistung des bisherigen 2.0 TDI mit 140 PS wurde auf 150 PS angehoben, der Bi-Turbo schafft nun 204 PS statt bislang 180 PS.

Für die Kraftübertragung stehen je nach Motor weiterhin Fünf-oder Sechsgang-Schalter sowie das Siebengang-DSG zur Verfügung. Allradantrieb ist optional erhältlich. Ende des Jahres ergänzt VW das Motorenangebot um zwei BlueMotion-Versionen. Diese Spritspar-Varianten wird es für die beiden Dieselaggregate mit 102 PS und 150 PS geben.

Adaptives Fahrwerk und viele Assistenten
Erstmals im Angebot: die adaptive Fahrwerksabstimmung DCC. Der Fahrer kann per Knopfdruck die Fahrwerkseinstellung zwischen den drei Modi normal, komfortabel und sportlich wählen. Nachgebessert wurde bei den Assistenzsystemen. Auf Wunsch können nun bekannte Helfer wie adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, City-Notfallbrems-, Fernlicht- oder Bergabfahrassistenten geordert werden. Außerdem bietet VW eine Müdigkeitserkennung sowie einen Parkpilot an. Den Spurhalte-Helfer gab es bislang schon. Ab Werk zählt nun die Multikollisionsbremse, die den T6 bei Auslösung eines Airbags automatisch zum Stillstand bringt, zum Serienstandard.

Nicht nur bei den Assistenten durften sich die Nutzfahrzeugingenieure im konzerneigenen modularen Querbaukasten-Zubehörprogramm bedienen. Bei der Neugestaltung der Armaturenbretter für Transporter und Multivan griffen sie auf bekannte Bedienelemente wie Drehregler, Schaltgriffe, Lüftungsdüsen, aber auch unterschiedliche Kunststoffqualitäten zurück. Doch nicht nur gut sichtbare Elemente stammen aus dem großen Konzernfundus. Auch der Beifahrerairbag, der nun im oberen Bereich des Armaturenbretts positioniert wurde, stammt daher. Neben dem Kostenvorteil durch große Stückzahlen ergibt sich für die Transporter-Kunden noch ein weiterer Vorteil: Mehr Ablagen konnten im Armaturenbrett realisiert werden.

Ebenfalls nachgelegt haben die VW-Macher bei den Sitzen. Diese wurden verbessert, ihre Einstellmöglichkeiten erweitert. Die optionalen Armlehnen sind höhenverstellbar. Erstmals steht ein elektrischer 12-Wege-Sitz für den Fahrer in den Aufpreislisten. Dort findet man zudem ganz neu unter anderem Optionen wie die beheizbare Frontscheibe, eine elektrisch zu öffnende Heckklappe sowie neue, moderne Multimediasysteme.

Zu den Preisen macht VW noch keine Angaben. Eine Erhöhung dürfte sich allerdings angesichts des harten Wettbewerbsumfelds mit Mercedes Vito, Ford Transit Custom oder Opel Vivaro/Renault Traffic in Grenzen halten.

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