Fr, 24. November 2017

Mega-Deal

17.04.2013 15:03

Foxconn zahlt an Microsoft Android-Lizenzgebühren

Auch der weltgrößte Auftragsfertiger Foxconn wird künftig Patentgebühren an Microsoft für Geräte mit den Google-Betriebssystemen Android und Chrome OS bezahlen. Die Unternehmen gaben ein Lizenzabkommen bekannt. Die genauen Bedingungen wurden nicht genannt. Foxconn ist als Hersteller von Apples iPhone und iPad bekannt, produziert aber auch Android-Geräte für viele andere Elektronikkonzerne. Schätzungen zufolge verdient Microsoft pro verkauftem Android-Gerät zwischen drei und sechs US-Dollar.

Damit verschärft sich Diskussion darüber, ob Hersteller von Smartphones oder Computern für die Nutzung von Android und Chrome OS Patentlizenzen brauchen. Google beharrt darauf, dass seine Systeme ohne Lizenzzahlungen an andere genutzt werden können.

Vor allem bei Android schlossen jedoch große Geräteanbieter wie Samsung, LG oder HTC bereits Patentvereinbarungen mit Microsoft. Der inzwischen von Google übernommene Handy-Pionier Motorola sperrt sich aber weiterhin dagegen. Zwischen den beiden Unternehmen laufen mehrere Patentklagen.

Microsoft verdient an jedem verkauften Android-Gerät
Zu den Unternehmen, die wegen der Verwendung des Linux-basierten Android-Betriebssystems Lizenzzahlungen an Microsoft leisten, gehören allerdings nicht nur Handyhersteller, sondern auch Unternehmen wie der Navi-Hersteller TomTom, die das Betriebssystem als Basis für andere Geräte nutzen.

Laut Microsoft sei durch das Abkommen mit Foxconn jetzt die Hälfte aller weltweit verkauften Android-Smartphones lizenziert. Schätzungen des IT-Portals "ZDNet" zufolge verdient Redmond pro verkauftem Android-Smartphone zwischen drei und sechs US-Dollar, in Einzelfällen sogar bis zu 15.

Foxconn und Markenhersteller dürften Kosten teilen
Weil das Patentrecht einem Bericht der britischen TV-Anstalt BBC zufolge keine Doppel-Lizenzierung erlaubt - Microsoft darf also nicht sowohl von Handyherstellern wie Samsung als auch deren Auftragsfertiger Foxconn Tantiemen einheben – wird Foxconn vermutlich einen Teil der Zahlungen, die an Microsoft geleistet werden, wieder von den Markenherstellern zurückbekommen.

Betrachtet man die Größe von Foxconn, so wird das Ausmaß des Deals mit Microsoft erst fassbar. Das Unternehmen beschäftigt allein in China mehr als 1,4 Millionen Menschen und fertigt rund 40 Prozent aller weltweit verkauften Unterhaltungselektronik – dazu gehören Computer und Handys ebenso wie TV-Geräte, BluRay-Player oder Spielkonsolen.

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