Der Name ist schon mal super. „Mehr Grips“ suggeriert aber auch, dass in der Politik zu wenig Grips vorhanden ist. Womit die Initiatoren dieser neuen Bewegung ja auch recht haben. Wann werden in der Politik schon Kräfte gebündelt, um gemeinsam Antworten auf die drängendsten Fragen zu finden? Wer denkt in der Politik schon an die Zeit nach der nächsten und übernächsten Wahl?
Da kämpft doch jede Partei nur für sich und gegen die anderen. Statt einander zuzuhören und sachliche Diskurse zu führen, wird gestritten, was das Zeug hält. Und zwar immer öfter auch auf tiefster persönlicher Ebene. Mit Grips hat das wenig zu tun.
Das haben die Menschen satt. Und das haben auch jene 30 namhaften Persönlichkeiten satt, die ihre Kräfte jetzt bündeln und zeigen wollen, dass es auch ohne Populismus und Parteitaktik geht.
Wifo-Chef Gabriel Felbermayr ist dabei, Infineon-Managerin Sabine Herlitschka, AMS-Vorstand Johannes Kopf, die Migrationsforscherin Judith Kohlenberger, Klimaaktivistin Katharina Rogenhofer, Schulexperte Andreas Salcher, Politikberaterin Heidi Glück und noch viele andere kluge Köpfe. Ihre Expertise soll schon bald auf den Tischen aller Parteien liegen.
Interessant ist, wie Letztere auf so eine Initiative reagieren. Freuen sie sich ehrlich auf hochkarätigen Input, oder sonnen sie sich lieber im Glanz dieser Expertenrunde? Gegen politische Vereinnahmung wird sich „Mehr Grips“ hoffentlich zu wehren wissen.
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