Existenzängste: Wie sollen die Menschen das noch stemmen?
Nahezu täglich erreichen die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes Meldungen über geplante Teuerungen. Die Netzkosten steigen, die Vignette und das Klimaticket werden teurer, Kommunalabgaben werden angehoben, der Spritpreis steigt und steigt. Vorschläge zu Kostenbeiträgen bei Arztbesuchen für alle, Einsparungen bei den Unis verbunden mit Jobverlusten der unteren Ebenen. Wie sollen die Menschen das noch stemmen, wie soll das die Wirtschaft, den Konsum ankurbeln? Ist der Regierung das überhaupt bewusst? Signalisieren nicht die rasch steigenden Insolvenzen und Privatkonkurse, dass viele Leute schon am Limit sind. Und diese Teuerungen betreffen ja in vielen Fällen nicht Luxusgüter, sondern die erforderlichen und notwendigen Aufwendungen zum täglichen Leben. Da helfen die „Reförmchen“ und die populistischen Tropfen Spritpreisbremse, Verbilligung von Lebensmitteln und Mietpreisdeckelung gar nichts. Diese vermeintlichen Einsparungen werden zigmal kompensiert durch die Teuerungen in vielen Bereichen. Einsparungen beim Föderalismus und bei politischer Verwaltung – 10 Regierungen in Österreich – sind offenbar tabu. Sind die schweren Ausschreitungen der Linken – also nicht der Rechten – nicht ein Alarmzeichen, ehrlich und transparent zu handeln? Da mahnt ein Ex-Kanzler ein, die Ausschreitungen könnten auch Wien treffen. Ein Ex-Vertreter einer völlig verfehlten Politik. Was soll das alles, wie lange noch lässt sich der an sich gemütliche Österreicher im Glauben der Politik das noch bieten? Verfahren wegen Postenschacher, Untersuchungsausschüsse mit wenig bis gar keinen Wahrnehmungen, kurzfristige Absagen wegen Unabkömmlichkeit oder Krankheit. Dubiose Vorgänge zu vermuteter politischer Einmischung, zugeschnittene Ausschreibungen zur Rechtfertigung der Posten für treue Parteidiener und dergleichen mehr. Wie lange noch wird versucht, uns mit inhaltslosen Ankündigungen zu besänftigen? Und dann wundern über die sinkenden Demokratie- und Umfragewerte. Oh, du schönes Österreich, das hast du nicht verdient.
Harald Koller, Sitzenberg-Reidling
Erschienen am Sa, 24.10.2026
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