Diese Summe verspricht Trump jedem erwachsenen, amerikanischen Bürger, wenn er die Midterm-Wahlen (Kongresswahlen) im Herbst gewinnt. So was nennt man öffentliche Bestechung. Seine Angst muss ziemlich groß sein, die Macht zu verlieren. Bei uns würde so eine Vorgangsweise eines Politikers sofort eine Anzeige bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft und einen Untersuchungsausschuss zur Folge haben. Aber Trump erlaubt sich einfach alles. Für ihn gelten Anstand und politische Moral nicht. Er lebt in seiner eigenen Trump-Welt, die er sich so zurechtzimmert, wie es ihm passt. Von den europäischen Spitzenpolitikern wird man natürlich kein Sterbenswörtchen hören zu diesem Bestechungsversuch. Vorher holen sie sich aufgeschundene Knie vor lauter devotem Verhalten gegenüber diesem selbst ernannten Messias. Einzig und allein der kanadische Ministerpräsident hat den Mumm, ihm die Stirn zu bieten. Ob er damit Erfolg hat, sei dahingestellt. Aber zumindest ist er ein Politiker mit Charakter und sein Volk steht hinter ihm. Es ist ohnehin unfassbar, welchen weltwirtschaftlichen Schaden dieser Chaot mit seinen Kriegen und Strafzöllen angerichtet hat. Ich nenne das „weltweiten volkswirtschaftlichen Mord“. Und dafür müsste man ihn spätestens nach seiner Abwahl 2028 zur Rechenschaft ziehen und mit der in Amerika üblichen Höchststrafe für seine Vergehen bestrafen. Es gibt nur ein Problem: Es wird sich wahrscheinlich niemand finden, der es wagt, Trump vor Gericht zu zerren.
Herbert Platzer, Graz
Erschienen am Sa, 12.9.2026
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