Bei den „Sommergesprächen“ verkündeten Spitzenvertreter aller Parteien Halbwahrheiten. Etwa zuletzt Herbert Kickl mit seiner Feststellung, dass der Klimawandel (nur) ein normales Naturereignis sei, an dem der Mensch keine (Mit-)Schuld habe, alles andere wäre „Gotteslästerung“. Richtig ist Österreichs minimaler Anteil am Wetterwandel und dass wir allein die Welt nicht retten werden. Auch bei vielen anderen Dingen kann man Kickl zustimmen, beim Verhältnis der FPÖ zur AfD und den Identitären redete er um den Brei herum oder fühlte sich von der Interviewerin „blöd gefragt“. Richtig ist seine Kritik bezüglich der Zuwanderung und der überbordenden Ausländerkriminalität. Auch in Sachen Pensionen kann man ihm zustimmen. Kickls generelle Verurteilung aller Nichtregierungsorganisationen (NGOs) ist aber zu hinterfragen. Sind für die Blauen alle freiwilligen Helfer (Rotes Kreuz, Feuerwehr, Bergretter usw.) nur Schmarotzer? Kurz gesagt über diese Sommergespräche: Immer und zu allen Zeiten hört man hier oft Halbwahrheiten.
Franz Weinpolter, per E-Mail
Erschienen am Mi, 9.9.2026
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