Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Krieges haben die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner nach Moskau erstmals Kiew besucht. Das Treffen der US-Vermittler mit Wladimir Putin in Moskau und Wolodimir Zelenskij in Kiew hat einmal mehr kein nennenswertes Ergebnis gebracht. Auch wenn bei sogenannten „Friedensgesprächen“ zaghaft von Fortschritten gesprochen wird, deuten Putins absurde Bedingungen für einen Frieden eher auf eine Weiterführung seines Krieges in der Ukraine hin. Während der russische Kriegsherr fadenscheinig Gesprächsbereitschaft über einen Frieden und ein Ende des Angriffskrieges signalisiert, gehen die Zerstörung durch Drohnen und das Sterben von Menschen weiter. Putin spielt auf Zeit und versucht, weitere Gebiete in der Ukraine zu besetzen. Die russische Taktik muss doch längst auch den verbündeten Staaten Europas und dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump klar sein. Die Gespräche sind für Putin kein Grund, nicht weiter Raketen auf zivile Gebiete, Städte und Dörfer in der Ukraine zu feuern. Er hält die Welt zum Narren und sämtliche Hoffnungen, dass die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vor einem Ergebnis stünden, sind in weiter Ferne. Sämtliche Staaten, welche sich um einen Frieden in der Ukraine bemühen, müssen erkennen, dass Putin niemand vertrauen kann. Einmal mehr bemühte sich der russische Präsident, der für seine Täter-Opfer-Umkehr bekannt ist, mit allen Mitteln, die Schuld an dem von ihm befohlenen Blutvergießen in der Ukraine dem kollektiven Westen in die Schuhe zu schieben. Dazu wird eine Waffenruhe strikt abgelehnt. Schaut so ein Verhandlungspartner für Friedensverhandlungen aus? Sowohl Putin als auch Zelenskij, der immer weitere Waffen und Geld fordert, muss klar sein, dass beide Parteien Kompromisse eingehen müssen, um den Krieg zu beenden.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Mi, 9.9.2026
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