Diesen Trend zum Arbeiten kann man nur entgegentreten, wenn man Sozialleistungen wie Arztbesuche, Kosten für Krankenhausaufenthalte usw. auch auf die Prozente der Beschäftigung anrechnen würde. Vollstes Verständnis für Frauen, die Betreuungspflichten für Kinder bis 14 Jahre haben oder Eltern zu Hause pflegen. Wenn man Jugendliche den ganzen Tag und auch abends auf der Straße sieht, wo sind da die Betreuungspflichten? Ich habe selbst bis zum 12. Lebensjahr meiner Tochter Teilzeit gearbeitet. Aber wie kann es sein, dass ein erwachsener Mensch, noch dazu evtl. ein Mann, nur mehr halbtags arbeiten will und dieselben Vorteile eines Vollzeitbeschäftigten ausnützt? Da ist der Staat gefordert. Da wird bei geringem Einkommen der Teilzeit noch um Mietbeihilfen etc. angesucht. Und dann bei Pensionsantritt kommt das Erwachen. Ich verstehe dieses System nicht.
Karin Rainer, Vomp
Erschienen am Sa, 5.9.2026
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