Dass das Landesbudget des Burgenlands nicht sehr rosig dasteht, ist allgemein bekannt. Dass jedoch der burgenländische Landeshauptmann nun damit beginnt, eigene Mautstraßen zu deklarieren, ist neu. Österreich zerfällt somit mehr und mehr in neun Fürstentümer, die sich zunehmend finanzhoheitliche Befugnisse anmaßen, die eigentlich nur der Republik Österreich als Ganzes zustehen sollten. Natürlich werden die anderen Landesfürsten das Doskozil-Mautmodell rasch übernehmen, um die steigenden Kosten ihrer eigenen Hofstaaten weiterhin finanzieren zu können. Doch was bleibt dem Volk? Richtig – steigende Preise in allen, auch regional produzierten Warenbereichen (die Frächter werden die Mautgebühren 1:1 an die Konsumenten weitergeben) sowie eine wachsende Belastung mautfreier Landes- und Bezirksstraßen durch den zunehmend die Mautstraßen umfahrenden Lkw-Verkehr.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Do, 20.8.2026
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