Das freie Wort

Bodenversiegelung

Ohne Öffentlichkeit – um nicht zu sagen heimlich – wurden und werden riesige Rechenzentren für KI in mehreren Bundesländern gebaut und geplant. Einerseits wird verlangt, die Bodenversiegelung von derzeit rund 8 Hektar täglich auf maximal 2,5 Hektar zu verringern. Andererseits verbrauchen die allerorts gebauten Rechenzentren riesige Areale, die der Landwirtschaft verloren gehen. Diese Rechenzentren benötigen außerdem enorme Strommengen und Wasser für die Kühlung, das danach in Flüsse oder Seen abgeleitet wird, die Gewässer zusätzlich erhitzt und zum Fischsterben führt. Eine UVP war für die jeweilige Planung aus unerfindlichen Gründen offenbar nicht erforderlich. In Anbetracht des Sommers 2026 mit Hitze und Wassermangel ist es fragwürdig, ob diese vorwiegend von amerikanischen Unternehmen geplanten und errichteten Rechenzentren sinnvoll sind und den allgemeinen Notstand nicht noch weiter erhöhen, und es ist auch zu erwägen, dass nur wenige Arbeitsplätze damit geschaffen werden und so gut wie keine Steuergelder in Österreich verbleiben. Haben wir das nötig?

Christa Janeschitz, Jennersdorf

Erschienen am Do, 20.8.2026

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