Die Wifo-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller bringt es auf den Punkt: „Wir sind in den nächsten Jahren noch immer über der Drei-Prozent-Maastricht-Obergrenze und haben eine Schuldenquote weit über 80 Prozent des BIP.“ Damit gehört Österreich zu den meistverschuldeten Ländern Europas. Es ist daher verantwortungslos, mögliche Steuerentlastungen in Aussicht zu stellen. Statt sich auf die völlig aus dem Ruder laufende Pensionsfinanzierung und auf Verschlankung der Verwaltung zu konzentrieren, übt sich die Regierung im Schönfärben der Probleme. Womöglich ist das Absicht! So überlassen sie dem vermeintlichen Volkskanzler ein finanziell ausgeblutetes Land mit einer Unzahl von verschleppten Reformen. Auf diese Weise wird Herbert Kickl in kurzer Zeit entzaubert. Statt der versprochenen „fünf guten Jahre“ kommt dann auf die FPÖ-Wählerschaft eine Regierungsperiode voller Entbehrungen zu.
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Do, 20.8.2026
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