Der Chefredakteur der „Kronen Zeitung“, Klaus Herrmann, kritisiert zu Recht in der Donnerstag-Ausgabe die Reise des Bundeskanzlers Christian Stocker (ÖVP) mit seiner Entourage durch Österreichs Bundesländer und sieht darin eine Wahlwerbung für ihn und die schwächelnde ÖVP. Wie auch Stockers Reise nach Texas darf auch die Bundesländer-Tournee von den geplagten Steuerzahlern berappt werden, zumal Stocker nicht als Parteichef, sondern als Bundeskanzler reist, womit die finanziell angeschlagene Parteikassa geschont wird. Jedes Bundesland darf 200 ausgewählte Personen zum „Bürgerservice“ einladen, womit „eine möglichst hohe Objektivität“ sichergestellt werden soll. Der mündige Bürger aber hält Stockers Reise für eine reine Farce und Wahlwerbung. Stocker könnte sich die Reise und den Griff in die Geldbörse der Steuerzahler ersparen, würde er sich die „Krone“-Leserbriefe zu Gemüte führen und daraus seine Lehren ziehen. So würde er erfahren, wo die Bevölkerung der Schuh drückt. Der für dumm gehaltenen Bevölkerung bleibt letztlich nur die Erkenntnis: Außer Spesen nichts gewesen.
Peter Puster, Feldkirchen bei Graz
Erschienen am Fr, 17.7.2026
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