Der WM-Skandal um Donald Trump und Gianni Infantino und seine Konsequenzen – sie werden nach der Rücknahme der Sperre gegen US-Stürmer Balogun weitreichend sein. Kein Wunder: Nun erwägt auch England vorm Viertelfinale gegen Norwegen Protest gegen eine Sperre einzulegen.
Nach einem harten Einsteigen mit offener Sohle sah Englands Jarell Quansah infolge einer VAR-Intervention im Achtelfinale die Rot (54.). Die Three Lions brachten in Mexiko-City in Unterzahl heldenhaft einen 3:2-Sieg nach Hause, nach welchem der Leverkusen-Spieler nun freilich im Viertelfinale am Samstag (23 Uhr MESZ) gegen Norwegen gesperrt wäre. Wäre! Denn wie die Welt nach dem WM-Skandal um die Begnadigung von US-Stürmer Balogun weiß, zieht ein Ausschluss nun nicht mehr zwingend eine Sperre nach sich. Hier Trumps Aussagen bezüglich Baloguns Ausschluss und seiner Intervention bei FIFA-Boss Infantino.
Tuchel: „Wo hört das jetzt auf?“
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel sagte bezüglich des WM-Skandals und der zurückgenommenen Sperre: „Wo hört das jetzt auf? Legen wir Einspruch ein, wenn eine Gelbe Karte keine Gelbe Karte ist? (…) Die Entscheidung ist gefallen. Wer hebt diese Entscheidung auf, und wann, und auf welcher Grundlage?“
Medien berichten: England kontaktiert FIFA
Nun vermelden englische Medien, dass die FA offiziell eine Anfrage an die FIFA gesandt hat, ob auch Jarell Quansah nicht gesperrt wird und gegen Norwegen wieder spielberechtigt ist. Auf die Frage, ob nicht Kapitän Harry Kane bei Donald Trump anrufen könne und eine Aufhebung der Sperre zu erwirken, sagte Tuchel: „Vielleicht. Das ist ein guter Anfang.“
Frankreich beantragt Annullierung von gelber Karte
Frankreichs Verband FFF hat indes eine Annullierung der gelben Karte gegen Michael Olise beantragt, der im Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) vom usbekischen Referee Tantaschew nach einer Auseinandersetzung mit Galarza verwarnt wurde. Auf Videoaufnahmen ist jedoch zu sehen, dass sich Galarza theatralisch zu Boden warf, ohne dass er von Olise berührt wurde.
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